Aufregung um tierischen Besuch in Haag

von Redaktion

Reh sucht Schutz in Lagerhalle eines Fahrradgeschäftes und kann erst einen Tag später befreit werden

Haag – Ein Reh hat am Montag in Haag für Aufsehen gesorgt. Das scheue Waldtier hatte sich im Ortsgebiet verirrt und war in eine Lagerhalle geflüchtet. Die Angelegenheit nahm ein gutes Ende, teilte die Polizei mit.

Zunächst waren bei der Haager Polizeidienststelle mehrere Anrufe von Bürgern eingegangen, die das Tier im Ortsgebiet entdeckt hatten. Die Mitteilungen kamen zunächst aus Haag-Rosenberg, dann von der Münchener Straße und schließlich vom Marktplatz. Zwei Streifen der Haager Polizei suchten zunächst ergebnislos nach dem scheuen Tier. Dieses war dann vom Marktplatz aus in die Wasserburger Straße hinuntergelaufen, wo es sich dann – verängstigt und erschöpft – in einer Lagerhalle eines Fahrradgeschäftes unter Fahrrädern verkroch.

Sowohl die Polizei, als auch der Geschäftsinhaber, ein zugezogener Jäger und ein hinzugerufener Tierarzt berieten das weitere Vorgehen. Man kam schließlich überein, das Reh zunächst in der Lagerhalle zu belassen und einzusperren und nachts dann wieder herauszulassen, damit es sich bis dahin beruhigen konnte. Der Geschäftsinhaber erklärte sich schließlich bereit, seine Nachtruhe zu opfern und die Halle dann zu später Nachtzeit zu öffnen, in der Hoffnung, dass das Reh dann wieder herauslaufen würde. Dies war aber nicht der Fall, es blieb bis zum folgenden Tag in der Lagerhalle.

Daraufhin wurde die Lagerhalle weitgehend ausgeräumt, was das Reh aber offenbar nicht aufschreckte. Das Tier konnte schließlich am Boden festgehalten und vom Tierarzt per Spritze kurzzeitig narkotisiert werden. Daraufhin wurde das Reh in schlafendem Zustand in ein Waldgebiet verbracht, wo es dann wieder in die gewohnte Freiheit entlassen wurde.

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