Obing – In der Nominierungsversammlung beim Oberwirt präsentierte die Obinger CSU ihre Gemeinderatskandidaten. Franziska Mayer, Christian Pürner und Franz Pürner bewerben sich zudem um ein Kreistagsmandat.
„O.B.I.N.G. 2026“ lautet das Motto des CSU Ortsverbands für die kommenden Kommunalwahlen. Demnach steht „O“ für Ortsbild, „B“ für Bildung und Jugendförderung, „I“ für Infrastruktur und ein Verkehrskonzept, „N“ für Natur, Umwelt und Landwirtschaft und unter „G“ finden sich Gewerbe, Handel und Tourismus wieder.
Für diese „wichtigen Punkte“ wolle sich die Obinger CSU in den kommenden Jahren stark machen, sagte Ortsvorsitzende Franziska Mayer. Darum sei es auch so erfreulich, dass sich 17 Kandidatinnen und Kandidaten aller Alters- und Berufsschichten gefunden hätten, die die Gemeindeentwicklung im nächsten Ratsgremium mitgestalten und sich mit voller Kraft für das Wohl der Gemeinde einsetzen wollten. Darunter seien auch einige bewährte Gemeinderäte, die bereits viel bewirkt hätten.
Es sei eine „starke und gut gemischte Liste“ mit einem Frauenanteil von 40 Prozent und Vertretern aus allen Ortsteilen, sagte Mayer. Sie bedauere es sehr, dass der bisherige Gemeinderat und Zweite Bürgermeister, Richard Mitterer, nicht noch einmal antrete, denn er habe „hervorragende Arbeit“ geleistet. Aber seine Entscheidung sei zu akzeptieren. So bleibe ihr nur, sich für seine große Unterstützung zu bedanken.
Der neue Gemeinderat werde die Zukunft von Obing in besonderer Weise mitbestimmen, denn beispielsweise verändere sich mit der Ortsumfahrung die Situation im Ortskern deutlich. „Obing lebenswert und attraktiv zu halten ist eine parteiübergreifende Verantwortung“, betonte die langjährige Gemeinde- und Kreisrätin. Nicht zuletzt deshalb unterscheide sich die Kommunalwahl 2020 von vielen vorherigen Wahlen.
An der Arbeit von Bürgermeister Sepp Huber (Freie Wähler) gebe es keine Kritik, betonte Mayer. Darum werde die CSU keinen Bürgermeisterkandidaten stellen und es werde auch keinen polarisierenden Wahlkampf geben. Die CSU trete dieses Mal nur mit dem Ziel an, möglichst viele Gemeinderäte zu stellen, „die den Herausforderungen der nächsten Jahre gewachsen sind“. Der Fokus liege darauf: mittelständische Betriebe, die Lehrlinge ausbilden und sich in Vereine und Gesellschaft einbringen, zu unterstützen und durch Bereitstellung von Gewerbeflächen im Ort zu halten. Das sichere die Lebensqualität für alle Bürger, so die CSU-Ortsvorsitzende.
Die Attraktivität Obings als Einzelhandelsstandort mit hochwertiger Gastronomiekultur soll erhalten und gestärkt werden, forderte Mayer. Das unterstütze das Vereins- und Gesellschaftsleben. Ziel sei es auch, Kinder und Jugendliche in Schule, Vereinen und Unternehmen zu fördern und aktiv in die Gesellschaft zu integrieren. „Als wichtigen Teil eines harmonischen Zusammenlebens.“ Die durch die Umgehung unvermeidlichen infrastrukturellen Maßnahmen (Straßenbau, Wohnverdichtung, Umwelt- und Gewässerschutz, Neubaugebiete etc.) sollen laut Mayer durch individuelles Fach- und Expertenwissen unterstützt werden. Das spare der Gemeinde Geld und Ärger.
Wichtig sei dem CSU-Ortsverband, diese Themen nicht als Parteiprogramm darzustellen, sondern als gemeinschaftliches Ziel mit jeweils individuellen Ansichten und Unterstützungsangeboten. „Auf der Kandidatenliste des CSU-Ortsverbands treten 17 Persönlichkeiten an, die sich mit ihren Kompetenzen, ihrer Zeit und Verantwortung für diese Aufgaben in Obing einbringen wollen und darauf sind wir stolz“, sagte Franziska Mayer. Anschließend stellten sich die Kandidaten den Besuchern vor. Die Mitschnitte werden auch online, beispielsweise auf Facebook, veröffentlicht. Die Versammlung stimmte dafür, die Kandidaten im Block zu wählen, und so konnte der Wahlleiter und stellvertretende CSU-Kreistagsvorsitzende Sepp Mayer am Ende ein Wahlergebnis mit 100 Prozent sowohl bei den Gemeinderatskandidaten als auch bei der Ersatzkandidatin verkünden.