„Müssen wir jetzt mit dem Frauenbund fusionieren?“

von Redaktion

Hauptversammlung: Krieger- und Soldatenkameradschaft St. Leonhard ziehen Bilanz – Zwei neue Ehrenmitglieder

Babensham – „Ja was ist denn in unsere Politiker gefahren? Müssen wir jetzt mit dem Frauenbund fusionieren?“, fragte Schriftführer Georg Kierner mit Augenzwinkern bei der Hauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) St. Leonhard. Er nahm damit ironisch Bezug auf die Forderung von Finanzminister Olaf Scholz, reinen Männervereinen die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Und natürlich auch nicht ganz ernsthaft gemeint, schlug Bürgermeister Josef Huber eine Fusion schon eher mit der Dirndlschaft vor.

Im Vordergrund des Abends stand selbstverständlich die Bilanz des Vereins für das vergangene Jahr. Vorsitzender Georg Zollner dankte Pfarrer Georg Schinagl und Diakon Konrad Maier sowie der Thalhausener Musik für die würdige Gestaltung des Gedenkgottesdienstes in der Pfarrkirche.

Unter dem Applaus der zahlreich erschienenen Mitglieder wurden Albert Mayer und Willi Zenger zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Die KSK hat 70 Mitglieder, darunter jetzt vier Ehrenmitglieder. Im Rückblick nannte Zollner die erfolgreiche Teilnahme an drei Stockturnieren, an der Gedenkmesse auf der Kampenwand, am Burschenfest und am Fest des TSV in Babensham sowie an der Fahnensegnung in Evenhausen als Höhepunkte.

Kassier Bernhard Westermeier musste von einem Minus berichten, das sich aber bei der soliden Kassenlage im vertretbaren Rahmen hielt. Auf Vorschlag der beiden Revisoren Rudi Otte und Franz Unterpointner wurde das Führungsteam einstimmig entlastet.

Schriftführer Georg Kierner blickte auf das gesellige Rehessen in Stadlern zurück. „Das ist immer ein schöner Abend für die Vereinsmitglieder.“ Groß gefeiert wurden auch die Geburtstage des langjährigen Vorsitzenden Willi Zenger zum 80. und von Rudi Weinberger zum 75.

Im Ausblick für 2020 nannte Zollner die Gedenkfeier auf der Kampenwand. „Da im nächsten Jahr unser Patenverein Schnaitsee die Feier ausrichtet, wollen wir hierzu mit einer großen Abordnung dabei sein.“ Die Vereinsmitglieder diskutierten auch über eine eventuelle Feier zum 100-jährigen Bestehen des Kriegerdenkmals. Das war am 13. Juni 1920 enthüllt worden. ju

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