Niedermeier will Rathauschef werden

von Redaktion

Aufstellungsversammlung der Freien Wähler Forsting: über 100 Interessierte

Pfaffing – Nachdem bei der Kommunalwahl im März 2020 neben einem neuen Gemeinderat auch ein neuer Bürgermeister in der Gemeinde Pfaffing zu wählen ist, war das Interesse an der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler Forsting besonders groß. Es wurden weit mehr als hundert Besucher im Saal der Brauereigaststätte gezählt.

Der bisherige Bürgermeister Lorenz Ostermaier hört nach zwei Wahlperioden auf und die Freien Wähler Forsting wollten für die Bürgermeisterwahl einen eigenen Kandidaten nominieren. In der Versammlung wurde als Wahlvorstand Thomas Reihofer benannt. Außerdem assistierten Irene Spötzl, Petra Hofmann und Gabi Hirczy als Wahlhelferinnen. Perfekt organisiert und gut vorbereitet gingen die Wahl des Bürgermeisterkandidaten und die Wahl der Gemeinderatskandidatinnen und Gemeinderatskandidaten ohne Probleme über die Bühne.

Bei der Wahl zum Bürgermeisterkandidaten gab es mit Josef Niedermeier junior (50) nur einen Bewerber. Der Kandidat ist verheiratet, hat zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren. Seit 1993 ist Niedermeier als Abteilungsleiter für ein Software- und Dienstleitungsunternehmen in der Gesundheitsbranche tätig, wo er als ausgebildete Führungskraft seit 23 Jahren Teams und Standorte im In- und Ausland leitet. Seit zwei Amtsperioden ist Niedermeier ehrenamtlich als Gemeinderat im Rat der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffing sowie im Rechnungsprüfungsausschuss tätig.

Für realitätsbezogene
Alltagspolitik

„Ich möchte mich zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern für die Entwicklung eines kommunalen Leitbildes einsetzen. Vorrangig möchte ich eine realitätsbezogene Alltagspolitik betreiben“, charakterisiert er seine Ziele. Kommunaler Klimaschutz und die Entwicklung einer nachhaltigen Bürgerkommune seien ihm ebenso wichtig. In der Zusammenarbeit mit den Gremien und der Verwaltung solle die Auswahl moderner Wohnraumkonzepte ein lebenswertes und zukunftsorientiertes Wohnen in der Gemeinde Pfaffing ermöglichen. Dabei spiele der bedarfsgerechte Ausbau von Bauland eine zentrale Rolle.

Ein großes Anliegen ist Niedermeier die Förderung von Ehrenämtern und Vereinen. Verstärkten Fokus möchte er auf die politische Jugendarbeit sowie die interkommunale Zusammenarbeit legen. Speziell beim Ausbau des ÖPNV-Angebotes und des Radwegenetzes setzt er nach eigenen Angaben auf die Kooperation mit Nachbargemeinden und dem Landratsamt.

Von den 92 Stimmzetteln der anwesenden Wahlberechtigten waren zwei ungültig und damit 90 Stimmen gültig. Eine Stimme war dagegen, 89 Stimmen gab es für den Bewerber Josef Niedermeier junior, dies entspricht einer Zustimmung von 98,9 Prozent.

Bei der Kandidatenwahl zum Gemeinderat gab es 17 Bewerber. Die Wahlberechtigten bestimmten in geheimer Wahl die Reihenfolge auf der Liste der Freien Wähler Forsting, wobei der erste Listenplatz mit Josef Niedermeier junior gesetzt war. Die Wahl der Reihenfolge auf der Liste beschränkte sich auf die Plätze zwei bis 16. Da es 17 Bewerber gab, ist der 17. Platz mit einem Nachrücker belegt. Die Anzahl der erhaltenen Stimmen je Kandidat legte die Platzierung auf der Liste fest.

Die Liste der Freien Wähler Forsting

1. Josef Niedermeier, 50, Diplom-Ingenieur (FH); 2. Franz Blinninger, 46, Landwirtschaftsmeister; Günther Tarantik, 66, Diplom-Betriebswirt i.R.; 4. Martina Traunsteiner, 44, Bankkauffrau; 5. Franz Baierl junior, 32, Speditionsfachwirt; 6. Klaus Wagenstetter, 70, Transportunternehmer, 7. Marco Langer, 40, Heizungsbauer; 8. Markus Glas, 46, Systemadministrator IT; 9. Richard Wagner, 45, Forstwirt; 10. Herbert Guggenberger, 47, Kfz-Sachverständiger; 11. Josef Andres, 47, Agrarbetriebswirt; 12. Christine Grombach, 53, Köchin; 13. Bernhard Brosig, 56, Berufsbetreuer; 14. Georg Lunghammer, 33, Elektroinstallateur; 15. MatthiasLindner, 41, Kraftfahrer; 16. Reinhard Bierwirth, 41,
Agrarbetriebswirt.

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