Albaching – 118 Albachinger Bürger und Anwohner der neuen Ortsumfahrung haben sich an einer Unterschriftenaktion beteiligt und diese zusammen mit einem Antrag bei der Gemeinde eingereicht. Sie bitten darum, die Beschilderung zu verbessern und zu ergänzen, damit „ortsunkundige Fahrer eine Orientierungshilfe bekommen“ und nicht mehr, wie es derzeit noch vorkommt, durch den Ort fahren.
Der Albachinger Gemeinderat beschäftigte sich jetzt mit dieser Problematik. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, allerdings erklärte Bürgermeister Franz Sanftl, er habe bereits vor der Unterschriftenaktion Kontakt mit dem Landratsamt wegen der Verbesserung der Beschilderung aufgenommen. Daraufhin habe er die Auskunft erhalten, dass das Amt diesbezüglich zuerst die Polizeiinspektion anhören wolle. Von der Verwaltung erging indes der Hinweis, dass für jegliche Beschilderung einer Kreisstraße grundsätzlich das Landratsamt zuständig sei.
Hauptsächlich von Pendlern und ortskundigen Fahrern werde die neue Albachinger Ortsumgehung zwar gut angenommen und stelle daher durchaus eine Entlastung des Ortes vom Durchgangsverkehr dar, resümierten die Anwohner in ihrem Schreiben an die Gemeinde. „Problematisch stellt sich die Situation an starken Reiseverkehrswochenenden für Ausweichler der Verkehrsknotenpunkte München mit Ziel Salzburg/Innsbruck und Nürnberg/Stuttgart dar“, wie es darin weiter heißt. Unverständlich sei auch, warum immer noch viele auswärtige Lkw-Fahrer durch den Ort fahren. Diese würden von den Navigationsgeräten nach wie vor durch Albaching geleitet oder würden durch diese Strecke den Bereich der Kreisstraße RO 41 aus Richtung B 304 Brandstätt/Forsting zur neuen Ortsumfahrung abkürzen, so die Vermutung.
Zudem gehe man aufgrund der Beschilderung von Hohenlinden kommend davon aus, dass es hier nach Wasserburg oder Haag gehe. Das Ziel des Verkehrs seien aber Rosenheim und die A8. In entgegengesetzter Richtung weise das Schild am Kreisverkehr nach Hohenlinden, aber das Ziel seien eigentlich München und die A94.
Bezüglich der Beschilderung wies Gemeinderat Helmut Maier auch darauf hin, dass das Flughafenzeichen mit aufgenommen werden sollte.