Schnaitsee – Beim Treffen des Schnaitseer Sozialkreises im Rathaussaal stellte Stefan Mayer von der Heimat Bayern Wohnbau GmbH Prien das Konzept im „Seniorenwohnen“ in Schnaitsee vor.
„Die Prämisse unseres Konzepts ist immer, dass die Bewohner in ihrem Umfeld bleiben können. Hier können ältere Mitbürger lange selbstständig bleiben.“ Er konstatierte, dass dieses Konzept für die Schnaitseer gemacht sei und dass in der bevorzugten Lage eine exzellente Infrastruktur bereits vorhanden ist. „Der Rahmen für die Bewohner ist so gestrickt, dass auf keinen Fall finanzielle Probleme entstehen können“, bestätigte Mayer auf Nachfrage auch die Absicherung für die Bewohner. „Diese Wohnform hat gegenüber Heimen Vorteile für die Bewohner, aber auch für die Mitarbeiter. Hier pflegt ein Pfleger maximal zehn Pflegebedürftige und nicht, wie ansonsten öfter üblich bis zu 40 Personen.“
Mayer stand im Anschluss noch für die vielen Nachfragen zur Verfügung und sagte, dass zu gegebener Zeit noch eine große Info-Veranstaltung angeboten werde.
Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU/FW) blickte auf die ersten Gespräche zum Seniorenwohnen zurück: „Die ersten Schritte waren nicht einfach, aber die Gemeinde stand immer hinter dem Konzept.“ Er attestierte Mayer, dass dieser mit Herzblut hinter seinem Tun steht und er bezeichnete das Seniorenwohnen als Aufwertung für das Dorf.
Im Anschluss daran stellte BRK-Bereitschaftsleiter Josef Lepschy das neue „Herzenswunsch-Hospizmobil“ vor. „Auf der neuen Schiene der Sozial- und Wohlfahrtspflege ist dieses Mobil eine Einrichtung für Palliativ-Patienten.“ Lepschy erläuterte diese Wunscherfüllung anhand mehrerer bereits erfolgten Beispiele. Die Schnaitseer Sozialreferentin Anita Meisl nannte die Erfüllung von letzten Wünschen eine große Bereicherung für diese Personen.
Meisl stellte zusammen mit Rosi Schönhuber von der Gemeindeverwaltung die neue Weihnachtsaktion „Wunschbaum“ vor. Organisiert hat diese Aktion die Jugendsozialarbeiterin an der Schule Franziska Starzl mit den Kindergärten und der Gemeinde. Mit dieser Aktion soll Kindern an Weihnachten eine kleine Freude bereitet werden. Im Rathaus wird dazu ein Christbaum mit beschrifteten Sternen aufgestellt. Darauf sind die Wünsche von Kindern, die nicht so auf der Sonnenseite stehen. Die Aktion findet anonymisiert statt.
Ab Montag, 2. Dezember, bis Mittwoch, 18. Dezember, können die Sterne von den unterstützenden Personen bei Schönhuber im Rathaus oder bei Franziska Starzl in ihrem Schulbüro abgegeben werden. Damit ist garantiert, dass die Kinder ihre Geschenke rechtzeitig erhalten.
In weiteren Punkten bestätigte Meisl die Zuverlässigkeit der Mitglieder im Sozialkreis: „Immer, wenn jemand gebraucht wird, wie etwa bei Fahrdiensten, steht jemand zur Verfügung.“ Sie hob die große Gemeinschaftsleistung zugunsten sozialer Zwecke beim Martinimarkt hervor und lobte die Arbeit der Waldhauser Senioren im Hinblick auf den weihnachtlichen Besuchsdienst in den Seniorenheimen. Meisl stellte auch kurz den Pflegestützpunkt in Traunstein vor und berichtete von Möglichkeiten der stationären Kurzzeitpflege. ju