Zum Abschluss gleich drei Zugaben

von Redaktion

Blechblaskapelle St. Wolfgang präsentiert ihr hohes musikalisches Niveau

St. Wolfgang – Bekannt ist die Blechblaskapelle St. Wolfgang für ihr hohes musikalisches Niveau. Und so lockte das anspruchsvolle Programm ihres Herbstkonzertes auch heuer wieder über 500 Zuhörer in die Goldachhalle.

Zum Auftakt erschallten „Fanfaren“ von der Empore herunter. So wurde das Publikum in der voll besetzten Halle auf den Musikabend eingestimmt. Der Vorsitzende des Musikvereins, Thomas Seisenberger, freute sich über das großartige Konzertinteresse von Besuchern auch über die Gemeindegrenzen hinaus, und mehrere Ehrengäste, wie St. Wolfgangs Altbürgermeister, neuer Ehrenbürger und Vizelandrat Jakob Schwimmer sowie die Bürgermeister Ullrich Gaigl und Siegfried Fischer, Isen.

Auch Bezirksjugendleiter Michael Großmann und Bezirksdirigentin Franziska Grundner saßen unter den Zuhörern. Das hatte den Grund einer Ehrung und wohl im Auftritt der musikbegeisterten Jugendkapelle mit ihrem Leiter Markus Eberl. Der Nachwuchs führte das Publikum mit drei gut gespielten Musikstücken in den Abend und zeigte dabei, dass man sich in St. Wolfgang keine Sorgen machen muss um den Fortbestand der Blechblaskapelle. Flott wurde etwa der weltbekannte „Yankee Doodle“ intoniert, danach „Tell me“ (beides von Jacob de Haan) und nach dem Monkey Business (Affengeschäfte) von Elgar Howarth war schon Schluss mit dem Kurzauftritt der Jugend. Fazit war, dass unter der Leitung Eberls die Acht- bis 14-Jährigen ein schon beachtliches Können zeigten an herausragender Leistung an ihren Instrumenten. Das führte beim Publikum zu Freude und Erstaunen und tollem Applaus.

43 Musiker der Hauptkapelle auf

der großen Bühne

Danach suchten sich die 43 Musiker der Hauptkapelle ihre Plätze auf der großen Bühne. Sie gestalteten das Konzert mit einem neuen Programm unter bewährter Leitung der beiden Dirigenten Claus Peter Wittmann und Rupert Schäfer. Während Wittmann nächstes Jahr sein zehntes Dirigenten-Jubiläum bei der St.Wolfganger Blechblaskapelle feiert, ist Dirigent Schäfer ein Urgestein im Musikverein. Und zur Überraschung aller führten heuer erstmals gleich zwei Moderatoren amüsant und informativ durchs Programm. Neben Schäfer hatte Kathi Heigl (Flügelhorn) ihre Feuertaufe mit Bravur bestanden. Die Kapelle hat einen Altersdurchschnitt von 27,7 Jahren, berichtete Heigl, mit Musikern jeden Alters von 13 bis 75 Jahre.

Das Programm war mannigfaltig, zwischen traditioneller Blasmusik, Märschen, Swing, Chorals und Filmmusik. Gleich zu Beginn ging voll die Post ab beim „Cossack Ride And Slavonic Dance“. Ein Stück mit abruptem Taktwechsel, das Wittmann dirigierte und die Kapelle perfekt folgte. „Da kannst‘ achtmal schunkeln und dann beim neunten haut’s de raus“, warnte Heigl zurecht. Nicht fehlen durfte „Ein Leben lang“ (mit Gesang) von den Fäaschtbänklern, eine Schweizer Band der Neuen Volksmusik. Da geht’s um die lebenslange Bindung zur Musik vom Kirchgang, Party, Radio bis zur Beerdigung, beschrieb die Moderatorin. Beim Gesamtspiel beim „Woodstock für Blechmusik“ im österreichischen Innkreis spielten 17000 Musiker das Stück, darunter sieben Musiker aus St. Wolfgang. In der Goldachhalle waren es nur 43 Musiker der Blechblaskapelle, die Begeisterung zur Musik nicht minder rüberbrachten. Bevor es nach der Pause auf hohem Niveau weiter ging, wurde Simone Deuschl mit dem Musiker-Leistungsabzeichen „Silbern D2“ (Cornet) geehrt. Lobend übernahmen das Vizelandrat Jakob Schwimmer, Bürgermeister Ullrich Gaigl und Seisenberger. Wittmann führte dann seine Kapelle mit sicherem Taktstock auch durch das achtminütige Filmmusikstück „The Lord of the Rings“. Emotionen der Zuhörer blieben da nicht aus. Oder dann Swing pur mit „Pennsylvania 6500“ von Glenn Miller. Ein Paradestück für Brass-Band, was die St. Wolfganger ja auch sind. Kein Fuß blieb da still. Und dann wieder ein Kontrast mit dem bekannten Militärmarsch „Alte Kameraden“, zackig dirigiert von Marschspezialist Schäfer. So war für jeden Zuhörer etwas dabei und die St. Wolfganger Musiker zeigten ein für den Landkreis wohl einzigartiges Musikerlebnis auf.

Zum Abschluss gab’s gleich drei Zugaben. Und nicht wie sonst beendete der traditionelle Radetzki-Marsch das Konzert, sondern nach Traditionen der Brass-Bands ein Choral. Verdient belohnt wurden die Musiker für den schönen Musikabend mit einem kräftigen Schlussbeifall.

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