Not an der Wurzel bekämpfen

von Redaktion

„Junge Leute helfen“: Weihnachtshilfsaktion startet am Samstag

Obing – Bereits zum 28. Mal formieren sich kirchliche Gruppen wie Landjugend, Pfadfinder, Burschenvereine, CAJ, KAB, Kolpingsfamilie, Landvolk, Frauengemeinschaften und Frauenbund, Pfarr-Caritas-Vereine sowie Pfarrgemeinderäte aus 115 Pfarreien zwischen Inn und Salzach, um mit einem Hilfsaufruf für den Balkan erneut bittere Not zu lindern. An den zwei kommenden Samstagen, 30. November und 7. Dezember, werden Hilfspakete angenommen und weitere Lastwagen starten. Mit Hausbauprojekten, Bildungspatenschaften und Tierspenden soll zudem nachhaltig geholfen werden. Dass diese Hilfe ankommt, dokumentieren die 50 Hilfstransporte im letzten Jahr.

Das Kosovo ist Schwerpunkt der humanitären Hilfe

„Die Staaten des Balkans befinden sich in einem schmerzhaften Transformationsprozess“, so die Helfer. Die allgegenwärtige Arbeitslosigkeit, Korruption und die tägliche Sorge ums Leben, wecken die Sehnsucht auszuwandern. Die Jugend sei zunehmend gebildeter und fordere Veränderungen. Um das Ausbluten der Gesellschaft zu verhindern, setzen sich die Kooperationspartner und Helfer der Caritas vor Ort in Bosnien, Kosovo, Albanien und Montenegro für den Verbleib ihrer jungen Menschen ein.

Das Kosovo ist Schwerpunkt dieser humanitären Hilfe. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von etwa zehn Prozent von Deutschland gilt es als ärmstes Land Europas. Die Caritas Kosovo engagiert sich mit Ausbildungsprojekten, Solidaritätsgruppen und Jugendanimationen. In 24 Verteilstellen werden zudem seit 20 Jahren die Hilfsgüter von „Junge Leute helfen“ im ganzen Land regelmäßig an über 10000 Bedürftige verteilt.

Bosnien: Mit „Essen auf Rädern“ wird täglich in Warmhalteboxen an vielen zentralen Plätzen der Stadt Sarajevo den Menschen signalisiert, dass sie trotz ihrer sozialen Not nicht vergessen sind. Unter dem Kennwort „Der gute Hirte“ können die Spender konkret mit 150 Euro für ein Schwein, 100 Euro für ein Schaf oder 1000 Euro für eine Kuh zur nachhaltigen Lösung beitragen.

Albanien: Durch Bildungspatenschaften von 100 Euro monatlich können sich insbesondere Mädchen ihren Traum eines Studiums oder einer Berufsausbildung verwirklichen und so etwas in ihrem Land bewegen. Eine Ambulanz, Hauswirtschaftsschule und mehrere Kindergärten gehören außerdem zu den Projekten in Fush Arrez in diesem Entwicklungsland. Alle zwei Wochen werden außerdem an 300 der ärmsten Familien Lebensmittel ausgegeben.

Montenegro: An den Brennpunkten der Not sind die jungen Helfer auch in Montenegro engagiert. Dazu gehören die Waisen des Waisenheimes in Bijla, die geistig Kranken der Psychatrie in Dobro oder Senioren im Altenheim von Risan sowie die vielen Behinderten, die in Gruppen organisiert sind. Bis zu 25 Sozialeinrichtungen werden laut Pfarrer Coric von der Caritasstation Kotor durch die Chiemgauer Initiative versorgt.

Kroatien: Zu den Langzeitprojekten gehört auch eine Armenküche in Zagreb. Hier verteilen die Franziskaner täglich an 600 Bedürftige eine warme Mahlzeit.

Vorrangig benötigt werden Grundnahrungsmittel wie Zucker, Speiseöl, Mehl, Nudeln, Reis oder Babynahrung, die im Großhandel günstig gekauft werden. Sachspenden in Form von Kleidung, Spielzeug, Windeln sowie Baby- und Kindersachen sollen unbedingt möglichst in Bananenkisten verpackt am 30. November oder 7. Dezember an den Sammelstellen abgegeben werden. Diese Hilfe funktioniert aber nur, wenn auch Beiträge zu den Spritkosten geleistet werden und so hoffen an den Abgabeorten Spendenschweinchen auf einen Beitrag in Höhe von vier bis sechs Euro pro Paket.

Weitere Auskünfte erteilen alle Pfarrämter sowie die Ortsverantwortlichen der einzelnen Gemeinden. Mehr unter www.junge-leute-helfen.de

Sammelstellen

Samstag, 30. November,

9 bis 12 Uhr:

Albaching, Pfarrheim

Edling, vor dem Pfarrhaus

Gars, Feuerwehrhaus

Haag, Pfarrheim

Isen, Haager Straße 52, (nur bis 11 Uhr)

Obing, Pfarrheim

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