Telekom entschuldigt sich für Unannehmlichkeiten bei Spedition

von Redaktion

Leserrubrik – Was mich freut, was mich ärgert: Rotter Firma muss fast eine Woche ohne Telefonanschluss auskommen

Rott – Die Spedition Schreyer aus Rott musste fast eine Woche ohne Telefonanschluss auskommen. Schuld war ein Fehler bei einer technischen Umstellung seitens der Telekom (wir berichteten). Inzwischen hat sich das Telekommunikationsunternehmen zu Wort gemeldet. „Wir bitten um Entschuldigung“, sagt Marion Kessing aus der Pressestelle und, der neue Umstellungstermin auf das IP-Netz wurde auf gestrigen Donnerstag vorgezogen.

Zur IP-Technologie erklärt sie, das ist das Netz der Zukunft, denn es ist die Basis für einen Vectoring- oder Glasfaseranschluss. Ein sicherer Betrieb der alten ISDN-Plattform ist in der Zukunft nicht mehr möglich. Für das alte ISDN-Netz werden die Serviceverträge mit den Herstellern nicht mehr verlängert, denn es wird immer schwieriger, Ersatzteile zu beschaffen. Dies trifft ebenso auf andere Kommunikationsanbieter zu“.

Im Jahr 2015 hat die Telekom angefangen, die Anschlüsse aller Kunden auf die IP-Technologie umzustellen. Nun ist die Umstellung fast abgeschlossen. Rund 24 Millionen Kunden sind bereits auf die IP-Plattform migriert worden. Das sind fast 95 Prozent.

„Wir informieren unsere Kunden mehrere Monate vor der Umstellung erstmals über das Erfordernis zum Abschluss eines neuen Vertrages. Die bestehenden Verträge sind noch auf die bisherige Technik abgestimmt und können deshalb nicht mehr fortgesetzt werden. Eine automatische Umstellung der Anschlüsse auf das neue Netz ist nur bei wenigen Tarifen möglich, sodass wir unsere Kunden um Unterstützung bitten müssen“, so die Telekom-Sprecherin weiter. Für Privatkunden soll die Umstellung Ende 2019 abgeschlossen werden, für Geschäftskunden im Jahr 2020.

Für die Umrüstung in der Spedition Schreyer brauchten die Service-Leute der Telekom „einen Experte der kundeneigenen IT-Firma, der vor Ort sein sollte“, so Kessing.

Dieser stand am zunächst vereinbarten Termin, 9. November, nicht zur Verfügung und die Umstellung wurde daher nicht durchgeführt. „Daraufhin ist der Auftrag im System storniert worden. Das System hat aufgrund dieser Stornierung dann die Leitung abgeschaltet. Es tut uns sehr leid, dass es hier zu Unannehmlichkeiten gekommen ist. Unsere Kollegen stehen in Kontakt mit der Firma Schreyer, um das Problem zu lösen“, erklärt die Sprecherin. Man arbeite mit Hochdruck daran, dass der Anschluss so schnell wie möglich funktioniert.

Die Inhaber der Firma Schreyer, Alexandra und Clemens Schreyer, atmen auf, denn die ganze Woche mussten die 30 Fahrzeuge samt Fahrer mit Privathandys disponiert werden. Sämtliche Kunden konnten den Betrieb nicht mehr am Festnetz erreichen und fragten schon, ob es das Unternehmen überhaupt noch gibt.

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