„5 plus X“ ist die neue Formel

von Redaktion

Kandidatenliste aus den CSU-Ortsverbänden St. Wolfgang-Schönbrunn/Gatterberg

St.Wolfgang – „5 plus X“ im neuen Gemeinderat ist die Formel der CSU–-olfgang für die Kommunalwahlen 2020. Dieses Ziel formulierte CSU-Ortsvorsitzender und „Noch“- Gemeinderat Georg Hofmeister bei der Aufstellung der CSU-Kandidatenliste im Schex-Saal – er kandidiert nicht mehr. Mit einer stark verjüngten, offenen Kandidatenliste aus den Ortsverbänden St. Wolfgang- Schönbrunn/Gatterberg „soll das gelingen“. Einen CSU-Bürgermeisterkandidaten gibt’s nicht.

Voll im Wahlkampfmodus zeichnete Hofmeister ein Bild der aktuellen Lokalpolitik aus seiner Sicht und attackierte die Freien Wähler. Der neue Gemeinderat müsse anpacken und umsetzen. Auf der CSU-Liste sei ein breites Spektrum aus allen Schichten und vielfältigen Berufen mit Parteimitgliedern und vielen junge Bürgerinnen und Bürgern aus der ganzen Gemeinde. Deren Ziel müsse sein, „die Gemeinde voranzubringen“.

Dickes Lob für

Jakob Schwimmer

Vor sechs Jahren habe St. Wolfgangs langjähriger Bürgermeister Jakob Schwimmer sein Mandat niedergelegt, blickte Hofmeister zurück. Ohne dessen vorausschauende Politik stünde St. Wolfgang nicht so da, wie es dasteht, betonte der Ortsvorsitzende.

„Wohnen und Arbeiten am Ort“ sei sein Credo gewesen, das er „immer eindrucksvoll umgesetzt“ habe. Nun gelte es, die Gemeinde weiter fortzuentwickeln. Schwimmer habe einen „finanziellen Background geschaffen“. St. Wolfgang stehe heute „finanziell sehr gut da und wir können kommende Aufgaben mit breiter Brust angehen“.

„Bei der Bürgermeisterwahl 2014 setzte sich von den Freien Wählern Ullrich Gaigl gegen den CSU-Kandidaten Christian Miksch durch“, erinnerte Hofmeister. Unter seiner Führung sei dem Gemeinderat in den vergangenen sechs Jahren aber nicht gelungen, „die Gemeinde entscheidend voranzubringen“. Es sei vielmehr ein „Auf-der-Stelle-treten“. Daran seien auch die CSU-Vertreter „nicht ganz unschuldig“, weil sie es versäumt hätten, „unsere immer wieder gestellten Anträge vehement zu vertreten und die gefassten Beschlüsse mit zeitlichem Nachdruck baldmöglichst umgesetzt sehen zu wollen“.

Hofmeister kritisierte die FW-Konkurrenz weiter: Die vor der Wahl versprochene Transparenz des Bürgermeisters und der Verwaltung finde „nur bei unwichtigen Themen statt“. Wichtige Punkte würden „dann doch auch gern mal im Hinterzimmer entschieden, wie die eigenmächtige Bestellung von Arbeitsmaschinen für den Bauhof bewiesen habe“.

„Nägel mit Köpfen“

bei Baugrundstücken

Besonders schade finde Hofmeister, „dass viele unserer gestellten Anträge nicht wie in der Geschäftsordnung vorgesehen innerhalb der Drei-Monats-Frist auf die Tagesordnung gelangen, oder manchmal gar nicht behandelt werden“. Gefasste Beschlüsse, wie etwa die Überplanung noch freiern Fläche am Grünbacher Ring, würden „leider nicht umgesetzt“. Vor allem junge Bürger würden immer wieder das Fehlen von Baugrundstücken bemängeln. Außer „ein paar Parzellen in Lappach“ sei leider kein Baugebiet auswiesen worden. Besonders in Schönbrunn „sollten endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden“, wenn Grundstückseigentümer schon verkaufen wollten. Grunderwerb müsse Priorität haben.

Als „Never-ending-Stories“ bezeichnete der Ortsvorsitzende den Breitbandausbau und Überplanung und Vergabe des Brauereigeländes in St. Wolfgang. Das gehöre „endlich vernünftig abgehakt“, sonst werde es immer teurer. Eckpunkte für die nächste Legislaturperiode seien Projekte, wie der kurzfristige Neubau eines Gebäudes für die Mittagsbetreuung der Schule, der gesetzliche Anspruch auf Ganztagesbetreuung und eventuell ein Feuerwehrhausneubau in St. Wolfgang. Aber auch die „vermeintlich kleinen Dinge“ müssen vorangetrieben werden, forderte Hofmeister.

Er gab bekannt, dass mit Anton Schneider senior und Christine Fleidl zwei extrem engagierte CSU-Gemeinderäte nicht mehr antreten. Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten zu stellen sei nicht leider gelungen. Dennoch peile die CSU „wieder fünf Sitze plus X im Gemeinderat an“ mit einer „sehr, sehr guten Liste“.

Die Liste der CSU:

1. Franz Finger (62), Lehrer, 2. Werner Axenböck (66), Rentner, 3. Franz Seidl (60), Bankkaufmann, 4. Anton Scheider junior (32), Agrarbetriebswirt, 5. Wolfgang Brandlhuber (33), Landwirtschaftsmeister, 6. Josef Moser (36), Holztechniker, 7. Evi Rottenwaller (40), Krankenschwester, 8. Anton Lohmaier (30), Agrarbetriebswirt, 9. Hans Waltl (48), Elektriker, 10. Angelika Dirnecker (37), Wirtschaftsinformatikerin, 11. Xaver Leipfinger (27), Elektromeister, 12. Thomas Döllel (31), Kaminkehrermeister, 13. Christian Rott (44), Finanzfachwirt, 14. Johannes Ober (50), Mitarbeiter im Landratsamt, 15. Christine Loidl (36) Projektleiter, 16. Gerhard Obermeier (39) Heizungsbaumeister.

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