Wasserburg – Meistens werden an dieser Stelle Klagen über dieses oder jenes geäußert, es gibt ja so vieles, was in der Stadt nervt. Diesmal aber gibt es ein großes Lob: Und zwar von Dorle Irlbeck (83) an die Adresse von Sebastian Hausberger, dem Inhaber der Wasserburger Traditionsgärtnerei Hirneiß: „Also mich freut ganz ganz besonders, dass Herr Hausberger das Grundstück, auf dem seine Gärtnerei bisher stand, der Stadt vermacht hat“, sagt Dorle Irlbeck. Nach ihrer Kenntnis handelt es sich um das größte Grundstück in der Altstadt, das in privater Hand war. „Er hat es nicht auf dem freien Markt verkauft, wo er viel mehr bekommen hätte.“ Auf dem Gelände an der Rampe soll – wie mehrfach berichtet – das neue Feuerwehrgebäude entstehen. Für Irlbeck ein idealer Standort, weil er so verkehrsgünstig liegt. „Über die Rampe ist man ja gleich aus der Stadt draußen.“ Sie ist seit jeher der Feuerwehr stark verbunden, weil Sohn Mario zwölf Jahre lang als Floriansjünger Dienst leistete. Die Bedeutung der Feuerwehr kann in ihren Augen gar nicht genug gewürdigt werden – bei Unfällen oder wenn es irgendwo brennt, müssten die Einsatzkräfte ja schnell und zuverlässig handeln.
Von einem Verlustgeschäft bei der Veräußerung der 4200 Quadratmeter großen Fläche an die Stadt will Hausberger nicht reden: „Ich hab‘ schon einen gewissen Preis bekommen. Da bin ich nicht schlecht dabei weggekommen.“ Der Verkaufsvertrag wurde schon Ende 2018 geschlossen. „Ich wollte den Grund nicht an irgendeinen Investor abgeben. Es war in meinem Sinn, dass etwas geschieht, das für die Stadt wichtig ist“, sagt der 75-Jährige. Der Abbruch der Gewächshäuser hat begonnen. Anfang 2020 geht es in die Planung.