Wasserburg – Drei Monate vor ihrem 90. Geburtstag ist Katharina Feckl im Kreise ihrer Familie gestorben. Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl zelebrierte das Requiem in der Jakobskirche und begleitete die Verstorbene zum Grab im Altstadtfriedhof.
Geboren wurde Katharina Feckl in Pollersham in Eiselfing, wo sie auf dem kleinen Bauernhof der Eltern aufwuchs. Nach dem Schulabschluss in Babensham arbeitete sie auf dem Hof mit, bis das landwirtschaftliche Anwesen aufgegeben wurde und die Familie 1956 nach Wasserburg ins neu erbaute Haus am Fröschlanger umzog. Katharina Feckl war nun bei Schilka in Schichtarbeit, dann einige Jahre bei Betten-Fuchs tätig. 1959 feierte sie mit ihrem Mann Johann Hochzeit. Die beiden bekamen zwei Töchter. Im Laufe der Jahre modernisierte das Ehepaar sein Haus und baute es für die Bedürfnisse der Familie aus. Katharina Feckl leistete ihren finanziellen Beitrag – 27 Jahre als Zeitungszustellerin, ab 1978 arbeitete sie als Spülerin im Badria. Über lange Zeit, bis zum 75. Lebensjahr, war sie auch im Reinigungsdienst bei der Molkerei Bauer tätig. Zudem übernahm sie die Pflege ihrer kranken Mutter und betreute auch die Schwiegermutter. Sie kümmerte sich um die kranke Nichte und zuletzt um ihren Mann Hans, bis er vor zwei Jahren verstarb. Ihr Enkel Florian wurde bei seiner Oma groß. Mit ihm genoss sie das gemeinsame Garteln. Treue Lebensbegleiter waren auch ihr Hund und die Katzen.
Sie war eine Frau der Tat: Ende der 60-er-Jahre machte sie den Führerschein, was ihr den Alltag sehr erleichterte. Katharina Feckl galt als bescheidene, zufriedene Frau, der das Wohlergehen der Familie sehr am Herzen lag. Als praktizierende Christin war es ihr ein Bedürfnis, Rom, Lourdes und Fatima zu besuchen. mep