Wasserburg – Seit Jahren steht das Anwesen in Urfarn 1 am Innufer, wo früher einmal eine Gaststätte war, leer und verlassen da. Anfang der 80er-Jahre ist das Schankrecht dort erloschen.
Nun gibt es einen Interessenten an dem Gebäude und dem Grundstück mit der idyllischen Lage. Der Bauausschuss hatte eine Bauvoranfrage auf dem Tisch und befürwortete diese in seiner jüngsten Sitzung. Der Antragsteller möchte im Bestand sanieren und dort eine großzügige Wohnung sowie eine Einliegerwohnung realisieren. Letztere soll später als Unterkunft für eine Pflegekraft dienen, wenn der Hausherr wegen des Alters Hilfe braucht. Zudem sollen eine Doppelgarage und ein Geräteschuppen mit Satteldach entstehen. Das Areal liegt im Außenbereich, bisher war dort nur eine Wohneinheit zulässig. Die Abwasserbeseitigung ist über eine Dreikammerkläranlage abgesichert, die Zufahrt soll über den bestehenden Hohlweg, den es noch auszubauen gilt, erfolgen. Die Wasserversorgung kann man mit einem Gestattungsvertrag über Stadtgrund regeln.
Der Bauausschuss hat keine Einwände gegen die Voranfrage, weist aber darauf hin, dass auf dem Grundstück die Stellplätze gemäß Stellplatzsatzung dauerhaft anzulegen seien. Das Gremium möchte, dass der Antragsteller die Aussichten für die Zulässigkeit der Errichtung einer Einliegerwohnung sowie den Neubau von Garagen und Geräteschuppen mit dem Landratsamt abstimmt, bevor er den offiziellen Bauantrag einreicht.
Das Thema war bereits im Frühjahr im Ausschuss besprochen worden. Die Stadt wollte das Anwesen nicht selbst erwerben, der Kaufpreis im hohen sechsstelligen Bereich war einfach zu teuer. Zum Grundstück in der Wasserburger Einöde gehören eine 3000 Quadratmeter große Weide sowie mehrere Hektar Forst.