Ramerberg –Auch die neu formierte Liste „Unabhängige Wähler Ramerberg“ (UWR) hat mit Manfred Reithmeier einen Kandidaten ins Rennen um das Amt des Ramerberger Bürgermeisters geschickt. Die Aufstellungsversammlung, die mit annähernd 90 Personen besucht war, leitete Landtagsabgeordneter und Landratskandidat Otto Lederer (CSU). Die UWR versteht sich als eine lockere Verbindung von Wahlberechtigten, die gemeinsame Ziele verfolgen. Von den festgestellten 56 Mitgliedern der Liste stimmten 51 für Manfred Reithmeier. Zum Bürgermeister-Ersatzkandidaten wurde Magnus Steinmüller mit 46 Stimmen bestimmt.
Unter dem Leitmotto „Bürgernähe und Transparenz“ versteht Reithmeier „Offenheit, ehrlichen Umgang und Gesprächsbereitschaft gegenüber den Gemeindebürgern“. Insbesondere will der 47-jährige Berufsfeuerwehrler den Informationsfluss von Gemeinde hin zu den Bürgern verbessern. Als zusätzliches Instrument sollen zu einer zentralen Bürgerversammlung im Herbst auch Ortsteilversammlungen eingerichtet werden, um näher an den Bedürfnissen der Ramerberger Bürger zu sein.
Als weitere Themen nannte der Bürgermeisterkandidat die Klärung und Lösung der Kindergartensituation, die Erweiterung der P&R-Parkplätze am Bahnhof, die Sicherung der Schulbushaltestelle, die Sanierung der Gemeindestraßen oder die Erhaltung des Bahnübergangs Oberkatzbach. Die Förderung, Unterstützung und den Erhalt der ortsansässigen Gewerbebetriebe liegt ihm ebenso am Herzen wie eine Festlegung des Flächennutzungsplanes mindestens für die nächsten 20 Jahre. „Interessenten sollen Planungssicherheit darüber erhalten, welche Flächen bebaut werden können und welche Flächen definitiv grün bleiben sollen.“ In diesem Zusammenhang soll auch der gemeindliche Erwerb von Grundstücksflächen forciert und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für den Bau von Sportanlagen gefunden werden.
Ausdrücklich betonte der Bürgermeisterkandidat die Bedeutung der heimischen Vereine, der Jugendarbeit, der Feuerwehr und der Erhaltung der Eigenständigkeit der Gemeinde. Was aber eher eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden bedeute, wofür es etwa bei der Wasserversorgung, der Straßenräumung oder Zusammenarbeit von Bauhöfen gute Ansätze gebe.
Reithmeier will die Nachbarschaftshilfe fördern, ebenso die Senioren- und Behindertenarbeit sowie die Abhaltung von Kursen, Ausstellungen und Vorträgen. Besonderen Wert legt der passionierte Jagdpächter auf den Schutz der Umwelt und die Überprüfung von Gefährdungen, auf die Sicherung von Ausgleichsflächen, das Anlegen und den Erhalt von Biotopen, die Sicherung von Trinkwasser und Abwasser-Behandlung und allgemein die Unterstützung der Landwirtschaft. tom