Neue Parkplätze an Murner Straße?

von Redaktion

Ameranger Gemeinderat diskutiert über mögliche Lösungen Am Rechlfeld

Amerang – Parkende Autos im Rechlfeld, besonders im Bereich der Anwesen 24, 22 und 19 an der östlichen Einfahrt zur Murner Straße, werden immer wieder zum Problem und beschäftigen den Rat deshalb auch schon seit geraumer Zeit. Aufgrund der Situierung der Garagen und Einfahrten parken hier Fahrzeuge häufig ganz oder zum Teil auf der Fahrbahn.

Planungsbüro beauftragt

Problem ist aus Sicht des Gemeinderats ein unzufriedenstellender Bebauungsplan, dessen Vorgaben teilweise irreparabel sind und teilweise auch nicht konsequent umgesetzt worden sind. Um die daraus entstandene Verkehrssituation zu entspannen, wurde ein Planungsbüro beauftragt, um mögliche Lösungen zu erarbeiten. Im Februar wurden dem Gemeinderat vier Möglichkeiten zur Errichtung von zusätzlichen Fahrzeugstellplätzen vorgestellt, die in der Ausführung und den damit verbundenen Kosten nicht den Vorstellungen entsprachen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, nach weiteren Lösungen zu suchen und mögliche Kosten einzuholen. Dazu wurde nach dem Vorschlag des Gemeinderats, für die Variante I, die Errichtung von Längsparkplätzen in diesem Bereich untersucht. Das Planungsbüro hat hierzu einen Vorschlag erarbeitet und die Kosten auf etwa 34000 Euro geschätzt. Die zu verwendende Fläche dient derzeit als Mulde zur Straßenentwässerung und führt das Wasser zu einem Einlauf über einem Absetzschacht. Da diese für die Stellplätze zum großen Teil verfüllt werden müsste, würde das zulaufende Wasser in einer Mulde vor den Stellflächen gefasst und zur Sickeranlage abgeführt werden. Die Abböschung dafür müsste auf Straßenniveau angehoben werden und die Straßenentwässerung in die Stellflächen abgeleitet werden. Der Gemeinderat war sich einig, dass diese Lösung aufgrund der hohen Kosten im Hinblick auf fünf zusätzliche Stellplätze nicht in Frage kommt.

Stattdessen sprach sich der Rat mit knapper Mehrheit für die durch die Verwaltung geprüfte Alternativvariante aus, Stellplätze auf dem unbebauten Grundstück Am Rechlfeld 3, das an den Spielplatz angrenzt, zu errichten. Hierzu hat die Eigentümerin des derzeit noch bebauten Grundstücks ihr Einverständnis in Aussicht gestellt, wenn die Gemeinde im Gegenzug das restliche Grundstück zweimal jährlich mäht.

Die Idee, dort Stellplätze, wenn auch nur provisorisch, mit einem Aufwand von circa 3000 Euro zu errichten, gefiel den Räten. Kontrovers wurde nur über einen Durchgangsweg zwischen den Anwesen am Rechlfeld diskutiert, der nach Ansicht des überwiegenden Teils des Gemeinderats aktiviert werden müsse.

Matthias Schmid (SPD) sprach sich für die Errichtung der Stellplatzfläche und konsequente Umsetzung des Bebauungsplans aus. Der Weg sei vorgesehen, aber nie realisiert worden. Schleichend sei er in die Gartenfläche der angrenzenden Anwesen übergegangen. Der vernünftige Ausbau sei nun aber wichtig, weil damit die geplanten Stellplätze nur etwa 100 Meter von den Häusern Am Rechlfeld 19 und 22 entfernt seien. „Es ist ein Versuch, wenn die Anwohner ihn nicht annehmen, ist nicht viel kaputt“. Rupert Rußwurm (CSU) und Konrad Linner (SPD) waren der selben Auffassung. Sie fanden, dass der Weg zwingend notwendig sei und das auch auf die Gefahr hin, dass es Widerstand von den Anliegern gebe, die die Fläche bisher als Gartenanteil gesehen hätten. „Man sollte mit den Anliegern sprechen“, betonte Konrad Linner (SPD).

Simon Strell (CSU) gab zu bedenken, dass der Weg auch geräumt werden müsse. Andreas Schauberger (ÖDP) war skeptisch, ob der Weg, der aus seiner Sicht zu schmal sei, auch genutzt werde. Wolfgang Wittwer (FW Kirchensur) bezweifelte, ob der Aufwand für die Erstellung des Durchgangs, der geräumt und vernünftig beleuchtet werden müsse, gerechtfertigt sei. Die Abkürzung von etwa 200 Metern bedeute einen „Riesenaufwand.“

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