Gemeinde soll moderat wachsen

von Redaktion

„Wir für Haag“: Wunschliste von Parkplatzschaffen bis Weihnachtsbeleuchtung

Haag – Sechs Jahre zurück und sechs Jahre voraus umfassten Rückblick und Ausblick der politischen Vereinigung „Wir für Haag“ (WfH) in der „Akropolis“. Eine breite Wunschliste von Parkplätzen schaffen bis zur Weihnachtsbeleuchtung stellte die Versammlung auf.

Vieles von dem, was sich die Vereinigung „Wir für Haag“ vor sechs Jahren „auf die Fahne geschrieben“ hatte, sei Realität geworden oder befinde sich in der Umsetzung, resümierte Herbert Zeilinger. Konkret nannte er den Zugang des Schlosshofes und die Sanierung der Burganlage, die Baugebiete in Oberndorf und an der Fliederstraße, die Straßensanierungen, darunter demnächst die Westendstraße, und die anlaufenden Planungen für den Ortskern.

„Alles im Werden“ befinde sich für den Zehentstadel mit Bibliothek und Kino. Die Sanierung von Hallenbad und Turnhalle sei im Gange. „Die befürchteten Entsorgungskosten sind ausgeblieben“, so Zeilinger. Zur Bautätigkeit ergänzte er: „Auch in Lerchenberg wird etwas passieren.“ Haag weise etliche Baulücken und Leerstände auf. Allein damit könnte für 1200 Personen Wohnraum geschaffen werden. Haag solle wachsen, ohne dass „alles zugepflastert“ werde.

Haag solle wachsen,
ohne dass „alles
zugepflastert“ wird

„Immer gute Entscheidungen für Haag treffen“, nannte Fraktionskollege Konrad Lipp als Devise von WfH. Die Gelder für die Straßenerneuerung, betonte er mit Blick auf die Oberndorfer Straße, sollten aber auch in die Peripherie fließen. Er bedankte sich für die „freundschaftliche Zusammenarbeit“ mit Herbert Zeilinger und kündigte an, zur nächsten Legislaturperiode als Gemeinderat nicht mehr anzutreten.

Benedikt Schätz unterstrich im Ausblick auf die Zukunft die „Attraktivität des Ortskerns“. Für Hauptstraße und Bräuhausplatz solle „Erlebbarkeit“ geschaffen werden. Schwierig sei es in Haag für junge Leute, Häuser zu bauen oder Wohnraum zu schaffen. Er schlage vor, an einem Strang zu ziehen und nicht aufeinander zu schimpfen.

Zur Themenfindung nach dem Motto „Lebensqualität und Standortförderung“ waren die Versammlungsteilnehmer an die Schautafel mit bereitgestelltem Stift geladen. Darunter fand sich die Zusammenarbeit der Ortsvereine, parteilose Gemeinderäte für Haag, Belebung des Brauchtums mit „weniger Amerika und made in China“, die Unterbringung des Museums „Haager Land“ im Zehentstadel, sozialer Wohnungsbau, Wohnraum für Studenten und Azubis, die Erweiterung der Öffnungszeiten für den Bauernmarkt, Verbesserung der öffentlichen Verkehrsanbindungen und Schaffen von Parkplätzen.

Weiter füllte die Agenda die Aktivierung der Märkte. Zeilinger verwies dabei mit einem besonderen Gruß an Thomas Sax auf das nötige Zusammenwirken von Gemeinde, Vereinen und Werbering „Haag aktiv“. Ebenfalls an die Adresse von Thomas Sax gab er das Anliegen weiter, wieder eine Weihnachtsbeleuchtung zu verwirklichen.

Zur geforderten Jugendarbeit bemerkte er: „Im JUZ ist die Luft raus.“ Zur Forderung nach „Mehr Grün für das Zentrum“ hatte Gabi Friedl eine aktuelle Nachricht: „An der Münchener Straße sind 1000 Krokusse gepflanzt worden.“

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