Griesstätt – Genau einen Monat nach seinem 90. Geburtstag ist Georg Huber, Öttlvater von Berg, nach langem Leiden verstorben.
Beim Seelengottesdienst in der Pfarrkirche, der vom Kirchenchor unter Leitung von Georg Opielka und einem Volksmusikduo musikalisch gestaltet wurde, blickte Pfarrer Klaus Vogl auf das lange irdische Leben des Verstorbenen zurück. In Vogtareuth wurde der „Öttl-Schorsch“, wie er von vielen genannt wurde, geboren. Schon bald nach der Geburt verstarb seine Mutter an den Folgen einer Blinddarmoperation. Nur einige Monate war der Verstorbene jung, als dann sein Vater wieder heiratete. Mit seinen Adoptivgeschwistern Maria und Robert wuchs er auf dem elterlichen Hof in Berg auf. Nach dem Schulbesuch in Griesstätt, den Weg dorthin musste er selbst bei Kälte oft barfuß zurücklegen, arbeitete er auf dem elterlichen Hof mit. Eine willkommene Abwechslung war für ihn das Akkordeonspiel, das er in seiner Jugend erlernte.
Während des Besuches der Winterschule lernte Georg Huber seine spätere Frau Geraldine kennen. Ende November 1961 läuteten in Griesstätt die Hochzeitsglocken. Bald wurden die drei Töchter und nach einiger Zeit der Sohn geboren.
„Der ,Öttl-Schorsch’ liebte die Arbeit auf dem Feld, den Kreislauf von Säen, Wachsen, Reifen und Ernte“, so Pfarrer Vogl, der auch auf den gewählten Spruch auf dem Sterbeandenken einging. Solange es dem Verstorbenen gesundheitlich möglich war, arbeitete er in der Landwirtschaft mit. Um auf dem Laufenden zu sein, hat er in seiner Freizeit viel gelesen.
Eine Quelle der Freude, des Trostes und der Kraft, war für ihn die Musik. Es war ihm daher auch wichtig, dass seine Kinder musizieren. Selbst sang er einige Jahre im Kirchenchor und spielte lange Akkordeon.
„Wenn man seine Krankheiten, Unfälle und Leiden bedenkt“, so Pfarrer Vogl, „ist es ein Wunder, dass Georg Huber 90 Jahre alt geworden ist“. An Leukämie war er bereits als junger Mann erkrankt. Nur aufgrund eines Unfalles wurde die Krankheit festgestellt und rechtzeitig behandelt.
Vor etwa 15 Jahren begann seine Parkinsonerkrankung und vor drei Jahren erlitt er eine Gehirnblutung, wodurch er ein Pflegefall wurde.
Ein wichtiges Ziel für Georg Huber war, den 90. Geburtstag erleben zu dürfen. Ab da ging es gesundheitlich rapide bergab. Tröstende Worte und Gebete fanden Pfarrer Vogl und Pfarrvikar Herbert Weingärtner auch bei der Bestattung im Familiengrab. mv