Zur Berichterstattung über die Wasserburger Eisabahn:
Wer so intensiv wegen einer Kunsteisfläche wochenlang schimpfen kann, muss ein beneidenswert glücklicher Bürger sein. Ich gratuliere dem Bürgermeister und dem Stadtrat dazu, ein dermaßen glückliches Umfeld geschaffen zu haben, in dem eine Eisfläche die Grundlage für Nörglerei bildet. Wo liegt das Problem? Der Strom kommt aus regenerativen Quellen, die Autofahrer werden wegen ein paar fehlender Parkplätze ihr Auto auch nicht verkaufen, der Stadtkämmerer ist bei der Kassenlage von den Parkgebühren aus der Herrengasse nicht abhängig, die Lärmbelästigung ist für die radauerprobten Wasserburger geradezu lächerlich.
Wenn die notorischen Nörgler konsequent sein wollen, müssen sie andere Dinge auch verbieten. 1.Das Badria samt Sauna: Finanzielles Defizit, CO2-Schleuder, keine öffentliche Stromverbrauchsanzeige, 2.„Wasserburg leuchtet“: unnötiger Stromverbrauch, visuelle Belästigung, keine Stromverbrauchsanzeige, 3. Inndammfest: katastrophale CO2-Bilanz, laut, hohes Müllaufkommen, 4. Nachtflohmarkt: CO2-Belastung durch Besucher und Verkäufer, Ruhestörung, 5. Das Frühlingsfest sowie sämtliche Bierzelte: hohes Müllaufkommen, gesundheitsschädlicher Alkoholkonsum, Lärmbelästigung, keine Stromverbrauchsanzeige!
Immer, wenn der Mensch feiert, schädigt er irgendwas oder irgendwen. Aber wenn in einer Kleinstadt gar nichts mehr los ist, wenn alles verboten wird, dann braucht sich auch keiner wundern, wenn eine Stadt wie Wasserburg stirbt.
Ich gebe zu, dass auch ich Probleme sehe, vor allem in Bezug auf die betriebswirtschaftliche Ertragslage der Eisbahn. Aber ich habe hier auf der Eisfläche mindestens hundert glückliche Kinder gesehen, die sonst ohne körperliche Bewegung nur stundenlang ins Internet geglotzt hätten.
Franz Aringer
Kerschdorf