Unterreit – Mit dem Tod ging für Anneliese Reindl ein Leben zu Ende, das nicht immer leicht war. Eine Gehbehinderung erschwerte ihr den Alltag und schmälerte ihre Arbeitskraft. Besonders in den vergangenen Jahren war sie auf die Pflege ihrer Familie angewiesen.
Das Leben von Anneliese Reindl, geborene Ofenmacher, begann am 26. November 1940 in Wasserburg. Sie wuchs bis zu ihrem zwölften Lebensjahr mit ihrer Mutter in Bergham bei Schnaitsee auf. Ihr Vater verlor an der Front sein Leben. Mit der Heirat ihrer Mutter folgte dann mit dem Umzug nach Unterzarnham eine weitere Station ihres Lebens. Die letzten Schuljahre verbrachte Anneliese Reindl in Mittergars. Anschließend wurde ihre Arbeitskraft auf dem elterlichen Koblanwesen gebraucht, den elterlichen Betrieb übernahm sie im Jahr 1965, auch der Mesnerdienst in der Zarnhamer Kirche wurde von ihr übernommen. Mit der Heirat im Jahr 1977 mit Siegfried Reindl wurde Küham zur Heimat. Da die Ehe kinderlos blieb, wurde im Jahr 1990 Konrad Haindl adoptiert. Neben der Sorge um ihre Familie bewirtschafteten die Eheleute den Hof bis zur Übergabe an ihren Adoptivsohn. Drei Enkel vergrößerten die Familie.
Die Verstorbene war gerne Hausfrau und Bäuerin und liebte die Kaffeerunde mit ihren Freundinnen, solange es die Gesundheit erlaubte. Nach kurzer Krankheit verstarb Anneliese Reindl jetzt im Krankenhaus Mühldorf. Unter der Teilnahme der Bevölkerung fand sie auf dem Friedhof in Grünthal ihre letzte Ruhe.fim