Alle Jahre wieder geht in Wasserburg in der Adventszeit nichts, wenn nicht Ernst Schusser (im rechten Bild an der Ziach; daneben Zweiter Bürgermeister Werner Gartner) und Eva Bruckner vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern zum „Weihnachtslieder selber singen“, kommen. Die gemeinsame Aktion mit den OVB-Heimatzeitungen ist nicht mehr wegzudenken aus dem Veranstaltungskalender. Die leitende Redakteurin der Wasserburger Zeitung, Heike Duczek, begrüßte die 100 Sangesfreudigen unter den Arkaden, darunter Bezirksrat Sebastian Friesinger. Sie sprach die hektische Zeit im Advent an. Davon kann Schusser ein Lied singen – buchstäblich, ist er doch mit dem Singerlebnis in vielen bayerischen Städten bis zum 23. Dezember unterwegs. „Unser Weihnachtslieder selber singen is hoid ganz schee schee. I mog des, wenn sich im Advent was rührt, und es dann an Weihnachten wieder ruhiger wird“, sagte der griabige Volksmusikpfleger gut gelaunt. Wer regelmäßig am gemeinsamen, geselligen Singen teilnimmt, weiß, dass Schusser immer ein paar lustige Geschichten im Gepäck hat, etwa über den Zweiten Bürgermeister Wasserburgs, der vor 1800 seine Schafherde mit einem Dudelsack die Schmiedzeile herab befehligte und sie reihum aufstellte. Bei seiner Geschichte deutete Schusser auf die jungen und alten Sänger, sagte, „heut stehen’s immer no do“ und ließ sie das Brummen des Dudelsacks imitieren, das er bei „Kommet, ihr Hirten“ einbaute. Fotos Klemm