Sinzinger und Pöhmerer vorn

von Redaktion

„Freie Wähler – Wasserburger Block“ stellen Kandidaten für Kommunalwahl auf

Wasserburg – Ohne Überraschungen ist die Kandidatenaufstellung der „Freien Wähler – Wasserburger Block“ zur Kommunalwahl im März 2020 verlaufen. Platz eins und zwei belegen die beiden bisherigen Stadträte Armin Sinzinger und Markus Pöhmerer.

Die Wählervereinigung – sie hat nach eigenen Angaben rund 70 Mitglieder – wurde 1972 vom damaligen Bürgermeister Dr. Martin Geiger gegründet. „In der besten Zeit, unter Geiger, haben wir elf Sitze im Stadtrat gehabt“, berichtete Pöhmerer am Rande der Veranstaltung beim Huberwirt in Wasserburg. Er ist seit 1975 dabei, ein echtes politisches Urgestein des „Wasserburger Blocks“. Bei der Wahl im März erhofft sich der 74-Jährige zumindest einen dritten Sitz. „Wenn wir mehr kriegen – wir nehmen’s gern.“

Vor den Gästen – darunter auch der Zweite Bürgermeister Werner Gartner (SPD) und die Bürgermeisterkandidatin der CSU, Heike Maas wies Sinzinger darauf hin, dass die Aufstellung der Liste „sehr, sehr schwer“ gewesen sei. „In der heutigen Zeit möchte niemand mehr unbedingt ein Ehrenamt übernehmen.“ Deshalb habe man keine 24, sondern nur 18 Kandidaten gefunden. Gleichwohl seien es „18 Spitzenkandidaten – ganz tolle Leute.“ „Ich hoffe, dass das von der Bevölkerung auch honoriert wird“, sagte Sinzinger.

Sepp Christandl sagte in der Vorstellungsrunde der Kandidaten: „Mir geht’s um Wasserburg, mir geht’s auch um die Wasserburger – unabhängig, sachbezogen und bürgernah.“ Lukas Deliano erklärte, der Grund für seine Kandidatur sei die Diskussion um die Verkehrsberuhigung in der Altstadt und die damit einhergehende „nicht vorhandene Kommunikation der Entscheidungsträger mit den direkt Betroffenen“.

Karin Heienbrock möchte sich dem Öffentlichen Personennahverkehr widmen – da sei noch „Luft nach oben“.

Auch Karin Raab hält den ÖPNV für stark verbesserungswürdig – es dauere einfach zu lang, um von Wasserburg nach Grafing zu kommen. Maximilian Kurzbuch nannte als Motiv für seine Kandidatur, dass die jungen Leute im Stadtrat „sehr wenig“ vertreten seien. Ähnlich äußerte sich Christopher Taylor. Dr. Andreas Neuhoff will sich für „lokalen Pragmatismus“ in der Stadt einsetzen, Markus Pöhmerer betonte seine Expertise im Energiebereich.

Die Auszählungsprozedur dauerte fast eine Stunde – 24 Teilnehmer waren stimmberechtigt, zwei Stimmzettel waren ungültig. Zum Abschluss dankte Sinzinger nochmals allen Kandidaten dafür, dass sie sich zur Verfügung stellen: „Ein superstarkes Team – ihr seid ab heute im Wahlkampf.“

Liste des „Wasserburger Blocks“

1. Armin Sinzinger, 58, Finanzdisponent, 2. Markus Pöhmerer, 74, Büromaschinen-Mechaniker, 3. Sepp Christandl, 57, Polizeibeamter, 4. Christopher Taylor, 26, Kfz-Mechatroniker, 5. Andreas Neuhoff, 52, Dozent, 6. Lukas Deliano, 32, Kaffeeröster, 7. Karin Heienbrock, 53, kaufmännische Angestellte, 8. Maximilian Kurzbuch, 22, Zimmerer und Trainer, 9. Margit Bürgmayr, 42, Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft, ,10. Magdalena Sinzinger, 26, Konditorin, 11. Stephan Binsteiner, 49, Maschinenbau-Ingenieur, 12. Stefan Pfuhl, 40, Installateur und Heizungsbaumeister, 13. Karin Raab, 56, Rechtsanwaltsfachangestellte, 14. Tommaso Sala, 42, Lehrer, 15. Natalie Rokyta-Bräu, 43, Metallfacharbeiterin, 16. Walter Kurzbuch, 52, Elektrotechnik-Ingenieur, 17. Florian Hausmann, 39, Kirchenmaler und Denkmalpfleger, 18. Peter Sening, 53, Elektromeister und Betriebsrat.

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