Unterreit – Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht vom unerwarteten Tod von Brigitte Zeiler. Am Tag vorher hatte sie noch gut gelaunt ihren 80. Geburtstag mit ihrer Familie und vielen Gästen gefeiert. Am nächsten Morgen endete ihr Lebensweg, sie wachte nicht mehr auf.
Eine große Trauergemeinde begleitete die Hafner-Gitte auf ihrem letzten Erdenweg. Mit „alles hat seine Zeit“ überschrieb Schwester Marita Meister den Lebenslauf der Verstorbenen, die auch eine gute Freundin von ihr war. Viele Einkehrtage im Kloster Stadl hatte die Verstorbene besucht und einen besonders guten Kontakt zu den Schwestern aufgebaut. Den Trauergottesdienst zelebrierten Pfarrer Ulrich Bednara gemeinsam mit dem jüngsten Bruder der Verstorbenen, Hans Huber. Die Fürbitten trugen die Enkel vor.
Der Lebensweg von Brigitte Zeiler geborene Huber begann 1939 in Furth bei Ramsau. Sie war die Zweitälteste von sieben Kindern und besuchte die Schule in Ramsau. Anschließend wurde ihre Arbeitskraft auf dem elterlichen Hof gebraucht, bevor sie die Hauswirtschaftsschule in Wasserburg besuchte. Ein Lehrjahr bei ihrem Onkel in Binstein folgte.
Ein sehr glücklicher Lebensabschnitt begann mit der Hochzeit mit Konrad Zeiler aus der damaligen Gemeinde Berg. Für die Erben des Hafnerhofes in der Dorfmitte von Wang wurde dieses Dorf zur Heimat. Die Töchter Gitti, Resi und Maria und Sohn Konrad machten das Familienglück komplett. 13 Enkel und ein Urenkel kamen dazu.
Da ihr Gatte anderweitig berufstätig war, lastete viel Arbeit auf den Schultern von Brigitte Zeiler bei der Bewirtschaftung des Hofes bis zur Übergabe an Sohn Konrad. Besonders ans Herz gewachsen war ihr das Gotteshaus. Blumen, die sie selbst im Garten pflanzte, ließ sie gerne in der Kirche weiterblühen. Brigitte Zeiler war auch mehrere Jahre Mitglied des Pfarrgemeinderates und Gründungsmitglied des Wanger Frauenbundes.
Bis zu ihrem Tod war sie gern gesehenes Mitglied bei den Treffen des Vereins. Als überzeugte Christin unternahm sie im Ruhestand mit ihrem Mann viele Pilgerreisen. Sie liebte Wanderungen in den Bergen. Besonders freute sie sich immer auf die jährlichen Ausflüge mit ihren Geschwistern – der enge Kontakt mit ihnen war ihr sehr wichtig.
Bis zum letzten Tag kümmerte sie sich um den Haushalt und den Garten. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke in ihrer Familie. fim