Hundeführerschein angeregt

von Redaktion

Gemeinderat beschäftigt sich mit Haushaltsjahr 2018

Pfaffing – Das Haushaltsjahr 2018 der Gemeinde Pfaffing hat der Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse besprach jetzt der Gemeinderat in seiner Sitzung.

Unter dem Vorsitz von Christian Rosenauer (ÜWG) hatten Monika Kaspar (UBG), Josef Zollner (FWFR) und Josef Niedermeier (FWF) stichprobenartig Buchungen geprüft – mit dem Ergebnis, dass die Haushaltslage der Gemeinde als geordnet anzusehen sei. Rosenauer lobte die Verwaltung, weil dank Computer weniger Papier durchzublättern sei, „es geht jedes Jahr schneller“.

Ein Punkt betraf die Hundesteuer, die im Vergleich zu anderen Gemeinden „sehr niedrig“ sei, wie es im Bericht hieß. 30 Euro koste das erste Tier und 75 Euro jedes weitere. So liege etwa Edling bei 50 und 100 Euro. Allerdings bewege sich der Aufwand für die Hundehalter seitens der Gemeinde im überschaubaren Rahmen, erklärte Kämmerer Bernhard Koblechner, bei Ausgaben von 6200 Euro für die Hundetoiletten habe man einen Überschuss von fast 2000 Euro erzielt. Doch, so erfuhr Zweiter Bürgermeister Tobias Forstner (ÜWG), seien die reinen Verwaltungskosten etwa für die Bescheide darin nicht enthalten.

Für die Verwaltung brachte Koblechner einen Hundeführerschein in die Diskussion, denn immer wieder käme es zu Übergriffen und Beißattacken gegenüber Menschen. Viele hätten zunehmend Angst vor den Tieren.

Ein Grund dafür liege im oftmals fehlerhaften Umgang mit ihnen. Der Erwerb eines Hundeführerscheins könne einen Anreiz sein, die Hundesteuer bei erfolgreichem Abschluss des Führerscheins zu reduzieren, schlug er vor. Im Rat gingen dazu die Meinungen auseinander, das neu gewählte Gremium sollte sich im nächsten Jahr damit befassen.

Erwähnt wurden im Prüfbericht auch die Abwassergebühren. Der Aufwand dafür betrug im Prüfungsjahr 402 000 Euro, 383 000 Euro standen auf der Einnahmeseite. Die Differenz ist aus der Rücklage entnommen worden, sodass sich darin jetzt noch 81 000 Euro befinden.

Insgesamt gab es in dem Jahr 2018 einen Überschuss von 2,9 Millionen Euro aus dem Verwaltungshaushalt. Darlehen sind außer der Reihe mit 166 000 Euro getilgt worden. Die Schulden betragen nun gut zwei Millionen Euro, während sich in der Rücklage gut zehn Millionen Euro befinden.

Das veranlasste Klaus Wagenstetter (FWF) zu der Frage, weshalb die Kredite nicht zurückgezahlt würden. Das sei nicht so einfach, antwortete der Kämmerer. Die Gemeinde tilge, wann und wo immer es gehe, doch sei man auch an Laufzeiten gebunden und bei manchen Darlehen betrage der Zinssatz null Prozent, was keine Aktion erfordere. Zudem biete der augenblickliche Zustand die besten Möglichkeiten für die bevorstehenden Investitionen.

Die Beschlüsse, auch für die Entlastung der Verwaltung, fielen einstimmig. kg

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