Haag – Nach der Nominierung von Bernd Schneider zum Bürgermeisterkandidaten schickte der Ortsverband der Haager CSU nun auch seine Gemeinderatsbewerber für die Kommunalwahlen 2020 ins Rennen – eine „hochkarätige Mannschaft“, so CSU-Chef Ludwig Schletter.
20 Listenkandidaten und zwei Ersatzleute standen nach den komplizierten Wahlen in sechs Blöcken auf der neuen Liste. Die korrekten Wahlgänge leitete Uli Niederschweiberer vom Kreisvorstand. Er wünschte den Gewählten viel Erfolg und garantierte für die nächsten Jahre die Unterstützung des Kreisverbandes.
„Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass man sich aufstellen lässt“, betonte CSU-Chef Ludwig Schletter. Die CSU Haag habe in ihren Planungen Akzente auf die Präsenz von Frauen gesetzt und vier Damen auf der Liste platzieren können. Daneben wollte man auch den Ortsteil Winden stärker vertreten sehen. Nach den „fairen und transparenten Wahlen“ im „Hofgartensaal“ müsse die „hochkarätige“ Mannschaft nun hinausgehen zu den Bürgern und Überzeugungsarbeit leisten. Bei den Wahlen im März 2020 werde die CSU mit ihren Persönlichkeiten „punkten“, schloss CSU-Chef Ludwig Schletter.
Bürgermeisterkandidat Bernd Schneider erläuterte seine Schwerpunkte, die er bereits zur Nominierung ausgeführt hatte. Weiter betonte er, dass er sich seiner Aufgabe wohl bewusst sei. Er wolle alles versuchen, dass „Haag nach vorne“ kommt: „Haag liegt mir am Herzen.“ Das habe ihn auch zur Kandidatur motiviert. So laute seine Forderung an die Kandidaten: „Wir brauchen einen starken Gemeinderat, der nicht nur redet.“ Die Gewählten sollen sich als Vertreter der Bürger verstehen und in deren Sinne entscheiden. Was die Personalstruktur anbelange, decke die CSU-Liste eine weite Bandbreite ab: „Die können wir herzeigen.“
Einen Akzent setzte Bernd Schneider in seinen Zielen auf die Gestaltung der Hauptstraße. Zunächst müsse diese Lebensader von Haag auf ihre Wiederbelebung ausgelotet werden, um dann ein darauf passendes Straßenkonzept zu entwickeln: „Was hilft es, wenn das Zentrum so verkehrsberuhigt ist, dass die Haager nicht mehr hereinkommen?“ Julian Wahl, Vorsitzender der Jungen Union, sieht es nicht kritisch, auf Platz 20 gewählt worden zu sein: „Die Leute wählen heute kreuz und quer. Bei den Kommunalwahlen kommt es auf die Person an.“ Seine Schwerpunkte möchte er für Jugend- und Seniorenarbeit setzen und damit Haag auch attraktiver gestalten.
Ein „alter Hase“ in der Haager Kommunalpolitik ist Tobias Kurzmaier, einst JU-Chef und CSU-Vorsitzender. Er steht für den Ortsteil Winden. Neu in das Gremium kam aus dem selben Ortsteil Thomas Eberharter dazu. Er sieht seine Aufgabe darin, die Vereine von Oberndorf-Winden mit Haag zusammenzuführen. Bestplatzierte Dame der CSU-Riege wurde Maria Furch. Sie will ihre reiche Berufserfahrung einbringen, Tradition und Regionalität fördern und ein wirtschaftlich starkes Haag vorantreiben. Neu in die Liste stieß auch Michael Haas vor. Sein Augenmerk wird er auf das Bauen und die Energieberatung legen. Ebenfalls neu hinzu kam Karl Köstler, der die Jugend weg vom Handy und hin zum Sport bringen möchte.
„Wir stehen vor massiven Veränderungen“, betonte Michaela Schneider. Mehr Ökologie und Arbeitsplätze für Haag seien wichtig. „Konstruktives Zusammenarbeit und Sachlichkeit“ gibt sich Christian Mangstl als Motto vor. Neben Bauthemen bildet für Stefan Högenauer das oberste Ziel, den „Sympathieträger Bernd Schneider“ zu unterstützen. Diese Themenfülle und Kandidatenkompetenz bietet nach CSU-Chef Ludwig Schletter Haag wieder neue Chancen.