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von Redaktion

Hanns Airainer feiert Geburtstag – Langjähriger Rektor und Lehrer mit Leib und Seele

Eiselfing – Seinen Humor und seine Fröhlichkeit hat sich Hanns Airainer sein Leben lang bewahrt. Jetzt wurde er 90 Jahre alt.

Ein paar gesundheitliche Beeinträchtigungen hat der langjährige Rektor der früheren Wasserburger Hauptschule hinzunehmen, der sich sehr gerne an seine Berufsjahre erinnert. „Er war mit Leib und Seele Lehrer“, bestätigt seine Frau Edith. Aber auch alles andere packte er tatkräftig an:

Airainer war 17 Jahre Rektor und engagierte sich im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV, dessen Vorsitz er schließlich übernahm. Der Mitbegründer des Fördervereins Luitpoldiana des Wasserburger Gymnasiums blieb nach seiner Pensionierung weiterhin aktiv und leitete 15 Jahre lang das Bildarchiv der Stadt. Deshalb gratulierte neben dem Eiselfinger Bürgermeister Georg Reinthaler ebenfalls der Wasserburger Kollege Michael Kölbl.

Ein Geburtstagsständchen beweist selbst nach 25 Jahren, dass man sich neben den Verdiensten um das Wasserburger Volksschulwesen, besonders um die damals neue Hauptschule am Klosterweg, auch an Airainers gut gelauntes Wesen erinnert. Sein Nachfolger Gerhard Ruß und die ehemaligen Kollegen würdigten dessen „verständnisvollen Führungsstil und seine stets heitere Grundstimmung“, und wünschten ihm weiterhin „Zuversicht und Gottvertrauen“.

Der Jubilar wuchs bei seinen Eltern Johann und Maria Airainer in der Wasserburger Schmidzeile auf, sein jüngerer Bruder erlag dem Kindstod. Die Zeit bis zum Abitur unterbrach der Krieg, und der 16-Jährige hatte bereits die Einberufung in der Tasche, als die Amerikaner einmarschierten.

Mittlerweile gibt
es sechs Enkel

Ein Lehramtsstudium folgte, nach welchem der junge Volksschullehrer Erfahrungen an anderen Orten sammelte.

An der Wasserburger Hauptschule stieg er zum Konrektor auf, später zum Rektor. Seine Frau Edith lernte er früh kennen und heiratete sie 1958. Zwei Kinder, Hans-Christian und Roland, gingen aus der Ehe hervor, und mittlerweile gibt es sechs Enkel.

Für seine ehrenamtliche Arbeit erhielt Airainer 2009 die Joseph-Heiserer-Medaille: Er saß im Vorstand des Heimatvereins, arbeitete als Lektor an der Publikation „Heimat am Inn“ mit, schrieb ein Krippenspiel und mehrere Theaterstücke für Schüler. Nach seiner Teilnahme am Bürgerspiel rief er mit weiteren Teilnehmern die St. Nikolai-Schiffleut-Bruderschaft wieder ins Leben. Damit nicht genug, sang Airainer im Kirchenchor und war Mitglied der Berg- und der Wasserwacht. Von 1972 bis 1976 gehörte er dem Stadtrat an, bis er mit seiner Frau ein Haus in Eiselfing baute.

„Ein grantiger Lehrer, das ist nichts!“, schließt er aus seinem Berufsleben. „Die Jugend ist gut, wir können von denen auch was erfahren, vor allem über die neuen Medien.“

„Kinder lernen gern“ ist seine Beobachtung; sie seien lediglich freundlich und respektvoll zu behandeln.

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