Eiselfing – Seit der Ortsteilversammlung in Kerschdorf (wir berichteten) ist klar, dass Georg Reinthaler (Die Grünen) gerne weiterhin der Bürgermeister der Gemeinde Eiselfing bleiben will. Für eine mögliche weitere Amtszeit hat er sich schon viel vorgenommen. Das wurde in der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Höhensteiger deutlich.
Dort haben sich die Ortsvereine von Grüne und SPD zu einer gemeinsamen Liste zusammengeschlossen, die den Namen „Grüne/SPD“ erhält. Die dabei notwendigen Formalien leitete Franz Neudecker (Grüne) aus Amerang. Die zwei „Parteisenioren“ Peter Reinthaler (Grüne) und Karl Zenger (SPD) werden die entsprechenden Unterlangen dem Wahlleiter Oskar Pircher übergeben.
Im Gemeinderat
sind diesmal
16 Sitze zu besetzen
Aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl in Eiselfing ist die Zahl der zu wählenden Sitze im Gemeinderat auf 16 angehoben worden. Die Aufstellungsversammlung Grüne/SPD hat deshalb beschlossen, den ersten fünf Kandidaten eine zweifache Nennung auf der Wahlliste zuzuteilen.
Der amtierende Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) sprach auf der Versammlung über seine Ziele im Falle einer Wiederwahl. „Bei der Bürgerbeteiligung ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Es gibt zwar die Ortsteilversammlungen und die Jugendbefragung. Aber wir dürfen die Senioren nicht aus dem Blick verlieren und genauso wenig die Menschen mit Behinderungen“, sagte er. Denn Eiselfing müsse als Wohnort zum Leben für alle attraktiv bleiben.
Zur gesunden Lebensgrundlage hat Georg Reinthaler eine klare Haltung: „Umweltschutz und Naturschutz sind voneinander nicht zu trennen.“ Er verwies darauf, dass Eiselfing Mitglied im Landschaftspflegeverband geworden ist. Wichtig sei ihm, dass die Landwirte dabei „mitgenommen“ werden. So kaufe die Gemeinde Ausgleichflächen nur dann, wenn diese kein landwirtschaftlicher Nutzgrund seien – beispielsweise am Ufer der Murn oder am Inn.
Die teilweise massiv gestiegene Verkehrsbelastung – gerade in den vergangenen sechs Jahren in vielen Ortsteilen – betrachtet Georg Reinthaler als große Herausforderung für die Zukunft. Beim Thema Verkehrssicherheit sieht er noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich zwischen Kirche und Schule ist vom Landratsamt nicht genehmigt worden, Reinthaler hält sie aber weiterhin für sinnvoll – besonders in Hinsicht auf die Schulwegsicherheit. Einen Kreisel innerorts mit einem sicheren Fußgängerübergang in Richtung Schule sicherte er zu. Die Sicherheit an den Schulbushaltestellen ist in den vergangenen Jahren erhöht worden. Die Haltestellen wurden zum Teil auch mit Solarbeleuchtungen und einer zusätzlichen Beschilderung ausgestattet.
Nahverkehr:
„Da müssen wir
dranbleiben“
Für die Ortsumgehung der Stadt Wasserburg wird es nach Meinung von Georg Reinthaler auf lange Sicht keine Chance geben. Der Landkreis habe klar signalisiert, dass es dafür momentan weder Planung und schon gar keine Finanzierung gebe. „Deshalb muss im Eiselfing der Zukunft auch über Alternativen nachgedacht werden“, meinte er und leitete auf den öffentlichen Nahverkehr über. „Obwohl durch unser Zutun der neue Nahverkehrsplan Verbesserungen bringen wird, müssen wir da dran bleiben“. Bei den Busverbindungen zwischen den Ortsteilen oder in Richtung Traustein auf der B304 gebe es weiterhin einiges nachzuholen.
Georg Reinthaler ist es wichtig, im Ort auch über Car-Sharing Angebote oder E-Automobile nachzudenken und über die technischen Voraussetzungen dafür. Auch das Radwegenetz sei ein Thema. So ist der Radweg zwischen Höhfelden und Wasserburg zuletzt realisiert worden.
Die steigenden Schülerzahlen sowohl an der Grund-, als auch an der Mittelschule sind für Georg Reinthaler ein Zeichen für das gesunde Wachsen der Gemeinde. Der Schulstandort Eiselfing müsse deshalb gesichert bleiben. Der Kindergarten des Ortes wird erweitert.
Die Projekte, die Reinthaler als Bürgermeister jetzt sechs Jahre begleitet hat, sind für ihn noch nicht abgeschlossen. Das Engagement der Gemeinde beim sozialen Wohnungsbau möchte er weiterhin fördern, ebenso die Schaffung von Gewerbeflächen. Die Maßnahmen sollen für die Infrastruktur der Gemeinde verträglich sein und Mittelstand und Handwerk dienen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Ortsvereinen ist für Georg Reinthaler eine unverzichtbare Grundlage für das Gemeindeleben.
Reinthaler will
gemeindlichen Dialog
fördern
Georg Reinthaler möchte sechs weitere Jahre im Amt bleiben und den gemeindlichen Dialog fördern. Er will ein Bürgermeister für alle sein. Denn im Gemeinderat hat sich in den vergangenen Jahren eine gute Zusammenarbeit für Eiselfing auch über die Grenzen der Fraktionen hinaus entwickelt.