Reichertsheim – Die Ökomodellregion (ÖMR) Mühldorfer Land hat die insektenfreundlichsten Gärten und Balkone ausgezeichnet. Auf Platz eins in der Kategorie „Gärten“ landete Joachim Kraus aus Gars.
Gut 130 Menschen sind der Einladung der Ökomodellregion (ÖMR) Mühldorfer Land zur Siegerehrung des Wettbewerbs ins Gasthaus Baumgartner nach Tiefenstätt (Gemeinde Reichertsheim) gefolgt. Dr. Michael Rittershofer, Projektmanager der ÖMR, begrüßte alle Gäste und die anwesenden Bürgermeister, Anna Maier aus Oberneukirchen, Annemarie Haslberger aus Reichertsheim, Josef Grundner aus Ampfing und Thomas Einwang aus Buchbach und führte durch das Programm. Dr. Marcel Huber (Landtagsabgeordneter) hat als Schirmherr wertschätzende Worte an die Gartenbesitzer gerichtet. „Es ist wichtig, in Zeiten des Klimawandels und Insektensterbens, ökologisch zu denken und zu handeln. Es bleibt zu hoffen, dass es viele Nachahmer für insektenfreundliche Gärten im Landkreis geben wird“, so Marcel Huber.
Insgesamt haben 71 Garten- und Balkonbesitzer an diesem Wettbewerb teilge-nommen. Neben vielen privaten Gartenbesitzern (siehe Kasten) waren auch drei öffentliche Einrichtungen dabei: Der Pfarrgarten Oberneukirchen, der Obst- und Gartenbauverein Heldenstein und die Kindertagesstätte Sankt Michael in Schönberg.
Thomas Einwang, Sprecher der Öko-Modellregion Mühldorfer Land, betonte in seinem Schlusswort, dass das Engagement für die Biodiversität alle Menschen angehe und dass die großartige Beteiligung bei diesem Wettbewerb sehr hoffnungsfroh für die Zukunft stimme.
Der Wettbewerb hat mit vier Fachvorträgen zu insektenfreundlichen Gärten am Jahresanfang begonnen. Die Bewerber hatten bis Ende September Zeit, ihre Gärten und Balkone fit für Bienen und Co zu gestalten und Fotos zu machen.
16 Gärten wurden zur Besichtigung von der Jury, die aus unterer Naturschutzbehörde, Kreisverband für Garten und Landespflege, Imker, Bund Naturschutz und der Ökomodellregion bestand, ausgewählt. Bis Mitte Oktober war die Jury unterwegs in den Gärten und hat diese nach einem strengen Kriterienkatalog bewertet.
Nach der Preisverleihung wartete „Fräulein Brehm“, alias Barbara Geiger, noch mit einem Theater der besonderen Art auf: „Hymenoptera – die wilden Bienen“.