Wasserburg – Nach zweijähriger Krankheit ist Waltraud Crerar aus Wasserburg drei Tage vor ihrem Geburtstag verstorben. Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl zelebrierte das Requiem für die Verstorbene in der Jakobskirche. Im Namen des Klinikums bedachte Wolfgang Schmid die Verstorbene mit einem ehrenden Nachruf.
Das Licht der Welt erblickte Waltraud Crerar vor 71 Jahren in Wasserburg, als Tochter von Susanne und Martin Roßrucker, die in Weikertsham eine Landwirtschaft betrieben. Zusammen mit ihren neun Geschwistern wuchs sie auf dem elterlichen Hof auf. Eingeschult wurde sie in Babensham, dann besuchte sie die Wasserburger Mittelschule der Englischen Fräulein, anschließend eine Sprachenschule in München. Von 1969 bis 1977 war sie in England beschäftigt, in der Auslandsabteilung von Siemens und bei GEC Rugby. 1970 heiratete sie Rodney Grant-Crerar und bekam mit ihm zwei Töchter.
Sieben Jahre später kehrte Waltraud Crerar mit ihrer Familie in die Heimat zurück. 1986 stieg sie als Chefbereichssekretärin im Inn-Salzach-Klinikum wieder ins Berufsleben ein. Im Jahr 2003 starb ihr Ehemann Rodney. Mit dem Eintritt in den Ruhestand zog sie nach Traunreut.
Waltraud Crerar war bekannt als stille und bescheidene, freundliche Frau. Man schätzte man sie als fleißige und pflichtbewusste Kollegin. Ihrer Familie war sie eine liebevolle, selbstlose und großzügige Ehefrau und Mutter. Der Glaube gab ihr Kraft, bis sie ihrer Krankheit erlag.mep