Wir sind ein bunter Haufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Brauch des Perchtenlaufs auf ursprüngliche, aber auch moderne Art jedem der Lust dazu hat, näherzubringen. Das sagen die Stoaperchten aus Waging über sich, und das hielten sie auch bei ihrem Besuch in Wasserburg. Zum zweiten Mal liefen sie mit ihren Kostümen in dieser Formation durch die Altstadt. Besonderes Augenmerk legten sie, wie angekündigt, darauf, Kindern die Angst vor den schaurigen Kostümen zu nehmen. Nach ausführlicher Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten durch Teamchef Andi ließen die zwölf Perchten, drei Hexen und das Woidmandl zwar etwas auf sich warten, starteten dann aber ihren anstrengenden Lauf durch den Christkindlmarkt. Und so klang erst schauriges Gebrüll und lautes Schellengeläut durch Wasserburgs Gassen, und zwischen den Standln rund um das Rathaus. Nach einer guten halben Stunde sah man dann vornehmlich neugierige Gruppen und kleine und große begeisterte Fans, die sich darum rissen, sich mit den verschiedenen Masken fotografieren zu lassen oder Selfies zu machen. Besonders mutige Kinder schlüpften gegen Ende des Laufs dann auch schon mal unter die Maske eines Perchten oder ließen sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Arm nehmen. Fotos rieger