„Wo die Güte ist, da ist Gott“

von Redaktion

Minutenlange Ovationen: Wunderbares Adventskonzert des Schnaitseer Musikvereins

Schnaitsee – Die Schnaitseer Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ konnte die Besucher des Adventskonzerts des Musikvereins kaum fassen. Viele ergatterten nur noch einen Stehplatz im Rückraum der Kirche. Und es brauchte keiner der Gäste sein Kommen zu bereuen. Die Musiker präsentierten wundervolle festliche Melodien und Lieder im Advent. Pfarrer Georg Schinagl bereicherte das Konzert mit passenden Zwischentönen, die alle an die Bedeutung der Zeit vor der Geburt Christi hinwiesen. „Wachet auf ruft uns die Stimme.“ Diesem ersten Lied widmete der Pfarrer seine eindringlichen Worte: „Es ko scho sei, dass i verschlof. Dass i Chancen im Leben verschlof. Aber die Stimme ruft uns: Wachet auf, Der Advent ist die Zeit, wachsam durch die Welt zu gehen. Der Heiland klopft immer wieder bei uns an. Wachet auf.“

Zu Beginn des Nachmittags freute es Jörg Schmitt, dass so viele Besucher gekommen waren. „Der Erlös aus den Spenden soll unserer Nachwuchsarbeit zugute kommen. Und auch der Musikverein ist auf Herbergssuche. Auch hierfür benötigen wir jeden Cent.“

Das musikalische Programm begann mit dem ausdruckstarken gregorianischen Choral, der auch den Titel des Konzerts beeinflusste: „Ubi caritas et amor, deus ibi est“, auf Deutsch „Da wo die Güte und die Liebe wohnen, da ist Gott.“ Für besondere Momente sorgte Franz Sax mit seiner Diatonischen Ziach. Er bewies eindrucksvoll, dass auch mit diesem Instrument einfühlsame Melodien zu spielen sind. Zusammen mit der „Glääsamweihnachtsmuse“ zeigte er dies beim „Hoffnungsschimmer“ und dem „Kramer-Boarischen“. Ebenso war das Stück von Kapellmeister Rupert Schmidhuber „Baumburger Klosterweis“ ein Höhepunkt.

Schmidhuber war stolz darauf, dass alle teilnehmenden Gruppierungen ausschließlich aus Musikern der Musikkapelle bestanden. Dazu gehörten das Klarinettenquartett, das Hornensemble und das gemischte Ensemble unter der Leitung von Christoph Müller. Für einen neuen Programmpunkt in der langen Reihe der Adventskonzerte sorgten die Hornbläser, die zum einen vom Portal der Pfarrkirche aus und zum anderen mit dem Echo aus dem Altarraum mit einem Doppelchor für acht Hörner die Besucher in den Bann zogen.

Ein festliches Finale präsentierte die Musikkapelle bei „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel. Danach wurde es beim „Andachtsjodler“ emotional in der Pfarrkirche. Die Gäste ließen den Jodler mit ihren vielen Stimmen erklingen. So erfüllt, fühlten sie sich für das Motto des Nachmittags bereit: „Wo die Liebe und Güte ist, da ist Gott.“

Mit stehenden Ovationen dankten die Zuhörer den Musikern.

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