Hederer wirft seinen Hut in den Ring

von Redaktion

Kandidat der Parteifreien Wählergemeinschaft Haag will Klimaschutz einbringen

Haag – Nun warf auch Josef Hederer von der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG) als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen 2020 seinen Hut in den Ring. Mit unverändertem Motto „Für ein lebenswertes Haag“ will er diesmal zusätzlich seine Erfahrungen aus der Gemeinderatstätigkeit einbringen.

„Gemeinde samt
Inhalt ins Herz
geschlossen“

Nun sind sechs Jahre seit der letzten Wahl im Haager Rathaus vergangen. Im Rückblick resümiert Josef Hederer: „Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.“ Dazu zählt er neben anderem den Fraktionsvorsitz, die Gemeinderatsarbeit im Gremium und Ausschuss und die Motivation neuer Mitglieder für die PWG. Heute ist er überzeugt: „Haag braucht frischen Wind und flexible Lösungen.“

Der gebürtige Münchner lebt nun schon einige Jahrzehnte in Haag und hat „die Gemeinde mitsamt Inhalt ins Herz geschlossen: Ich fühle mich hier pudelwohl.“ Nach dem Landwirtschaftsstudium hatte sich Josef Hederer entschlossen, sich dem „Bioland Verband“ anzuschließen und in Rain bei Haag eine große Auswahl an Gemüse anzubauen. Schon während seines Studiums hatte er nebenher Gemüse angebaut und Freude daran empfunden, „selber zu gestalten und in der Natur zu arbeiten“. Er arbeitete seitdem naturnah, ressourcenschonend und auch ortsnah, das heißt im Haager Bauernmarkt, wo er sich seit der Gründung sehr engagiert und seit über zehn Jahren den Vorsitz hat.

Neben der Landwirtschaft studierte Josef Hederer Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und Umwelterziehung. Um die Vielfalt zu erhalten, liegt sein besonderes Interesse am Finden und Ausgraben von fast vergessenen und fremden Gemüse- und Kräutersorten. Daraus lernte er für die Kommunalpolitik: „Vielfalt und Engagement ist ein Ansatz, den ich gerne in der Kommunalpolitik verfolgen möchte.“ Ein gemeinsam erarbeiteter Ansatz trage sehr zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei.

Weiter machte er die Erfahrung: Wenn man jeden Tag mit den Herausforderungen der wachsenden Unstetigkeit bei Klima und Umwelt umgehen muss, da wird man flexibel und ideenreich.

Konsens oder der „Weg zur gemeinsamen Lösung“ heißt sein Zauberwort. „Zusammenarbeit und Verständnis für alle Beteiligten ist der Anfang, um Projekte wie den Ausbau der Hauptstraße vorantreiben zu können“, so PWG-Chef Josef Hederer. Neben den allgemein diskutierten Themen wie das Museum „Haager Land“, Wohnungsbau und Gewerbegebiete, möchte er angesichts der drängenden Probleme die Aspekte des Klimaschutzes und des schonenden Umgangs mit Rohstoffen in der Gemeindepolitik verwirklichen: „Regenerative Energien bei Heizungen von öffentlichen Gebäuden oder das Speichern von vorhandener Sonnenenergie müssen geprüft werden.“

Die regionale Versorgung mit Lebensmitteln ist ein weiterer Punkt auf seiner Agenda. Handwerkliche Erzeugung auf einem steigenden Niveau mit Respekt für das „Tierwohl“ und Rückstandsfreiheit nennt er als Bauernmarktchef ein persönliches Anliegen. In Zusammenarbeit mit den regionalen Betrieben möchte es Josef Hederer angehen.

Globale
Nachhaltigkeit vor
Ort umsetzen

Die bereits gegründete Ökomodellregion Mühldorf könne dazu Impulse geben.

„Inhalte, nicht Personen stehen im Vordergrund“, betont der 59-Jährige. Haag müsse neue Wege gehen, dürfe nicht jedem Trend hinterherlaufen. Die heute global geforderte Nachhaltigkeit gelte es vor Ort zuerst umzusetzen. Dass dies funktioniert, liegt nach Josef Hederer als Bauernmarktchef auf der Hand: „Natürlich Erzeugtes ohne Chemie, naturnahe Produkte, werden immer mehr geschätzt.“ Der Mensch dürfe generell aus der Natur nur herausnehmen, was nachwächst: „Heute wird zuviel genommen.“

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