Nachruf

von Redaktion

Edling – Klement Grandl, langjähriger Kommandant und Vorsitzender der Feuerwehr Steppach, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Im Pfarrfriedhof von Edling wurde er bestattet.

Am 24. März 1930 in der damals eigenen Gemeinde Untersteppach, heute Edling, geboren, musste Klement Grandl schon in jungen Jahren wegen der Krankheit des Vaters mitten im Zweiten Weltkrieg im Hof mitarbeiten. Deshalb beendete er auch schon nach der 7. Klasse seine Schulzeit.

Verbunden mit der eigenen Eheschließung 1960 wurde der Hof dann ganz in die eigene Verantwortung übernommen. Die Veränderungen in der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten gestaltete Klement Grandl aktiv mit und konnte damit den Bestand des Hofes sichern. Sein Talent, dass er fast mehr Mechaniker als Bauer war, war ihm dabei ein großer Vorteil. Gerne hat er nach der Hofübergabe dort noch mitgearbeitet, solange er konnte.

Der Ehe mit seiner Frau entstammen fünf Kinder. Es freute ihn sehr, dass sie alle fleißig waren und es zu etwas gebracht haben.

Klement Grandl war ein sehr traditionsbewusster Mensch. Er hat in der Familie darauf Wert gelegt, dass man wusste, worauf es im Leben ankommt und wie wichtig lebenspraktische Kenntnisse sind. „Es gibt nix, was net geht“, war einer seiner Leitsprüche. Der Zusammenhalt in seiner Familie mit den zehn Enkel- und fünf Urenkelkindern war ihm ein ganz besonderes Anliegen.

Wichtig war ihm auch die Pflege einer guten Nachbarschaft und so hat immer mitgeholfen, wenn seine Hilfe gebraucht wurde. Er war gerne in dieser nachbarlichen Gesellschaft und hat die Gemeinschaft gefördert. Als Kommandant und Vorsitzender war er in der Steppacher Feuerwehr engagiert. Den monatlichen Stammtisch hat er kaum ausgelassen. Zwischendurch ist der Obersteppacher, wenn er Zeit hatte, gerne in die Berge gegangen. In den letzten Jahren war er dankbar, wenn er mitgenommen wurde.

Fleißig hat Klement Grandl die Gottesdienste besucht und dabei die Erfahrung mitgenommen, sich selber für andere einzusetzen. Edlings Ruhestandpfarrer Karl Wuchterl beschrieb das Leben und den Tod des Verstorbenen mit einem Gleichnis. „Als Bauer wusste er, wie das einzelne Weizenkorn, das in die Erde fällt und genügend Feuchtigkeit und Wärme bekommt, keimt, wächst und Früchte trägt, an der Wurzel dann als leere Hülse übrig bleibt. Es hat sich völlig verausgabt“.

Fast bis auf den letzten Platz war die Edlinger Pfarrkirche Sankt Cyriakus gefüllt, als die Gemeindschaft von Klement Grandl Abschied nahm.bua

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