„Es wird scho glei dumpa“

von Redaktion

Haager Senioren feiern vorweihnachtliche Feste

Haag – Bestens betreut von den öffentlichen Einrichtungen konnten sich die Senioren von Haag auf Weihnachten einstimmen. Mit Gesang, Geschichten, Plätzchen, Punsch und Kaffee feierte man bei der Haager Arbeiterwohlfahrt (AWO) und im Bürgerheim St. Kunigund. Das AWO-Haus am Kirchplatz hatte Florian Trautbeck junior wieder festlich mit Adventskranz, Tannenzweigen, Kerzen, Glöckchen und Christbaumkugeln geschmückt. Den stimmungsvollen Auftakt vermittelte die „Unterbierwanger Hausmusik“. Seit 30 Jahren bereichert dieses „Hausorchester“ die AWO zur Weihnacht (Bild rechts). Diesmal hatte der Dreigesang mit Zitherbegleitung Lieder zu Verkündigung und Herbergssuche dabei. Gemeinsame Lieder wurden mit „Es wird scho glei dumpa“ und „Es nahen sich die Stunden“ angestimmt, bevor der Liederzyklus mit „Stille Nacht“ und Andachtsjodler ausklang. Dazwischen unterhielt Anton Köck mit einer lustigen Geschichte zum verwechselten Christbaumschmuck. Eine lange Tradition bilden die Weihnachtsfeiern der Haager AWO „im eignen Haus“, so Vorsitzender Wilfried Greipel: „Die meisten Ortsverbände müssen unter fremden Dächern feiern.“ Sein besonderer Gruß galt dem Ehrentisch mit den Pfarrern und Bürgermeisterin Sissi Schätz, die „stets ein offenes Ohr für die Arbeiterwohlfahrt“ habe. Greipels Dank galt dem Serviceteam Hilde und Hannerl, aber auch Seniorennachmittagschauffeur Lenz Pointl, der mit dem Citybus den Hol- und Bringdienst der älteren Bürger umgesetzt hatte. Bürgermeisterin Sissi Schätz erinnerte an den ehemaligen Vorstand und Haager Ehrenbürger Florian Trautbeck, der das AWO-Haus verwirklicht hatte. Heute sei den Aktiven zu danken: „Ihr schaut, dass was zusammengeht.“ Pfarrerin Ruth Nun brachte die Grüße der evangelischen Kirchengemeinde mit und eine Geschichte über den verlassenen Engel. Er war auf dem Feld der Hirten mit seiner Grußbotschaft zum Frieden stehengelassen worden. Pfarrer Pawel Idkowiak rief zum altchristlichen Adventsgruß „Gaudete!“ (Freut euch!) auf. Weihnacht mit dem Gedenken daran, dass Jesus Mensch geworden ist, sei ein Anlass zur Freude. Generell, so Idkowiak, sei die Kirche früher mehr auf Freude als auf Askese eingestellt gewesen: „Das sollen die Christen auch nach außen strahlen.“ So wünschte er den Senioren für Weihnachten auch „a bisserl a Gaudi“. „Sehr schön gestaltet“, lobte Seniorenreferentin Fini Deliano die Feier: „Das kommt bei den Senioren an und stimmt sie auf ein friedliches Weihnachten ein.“ Das Krippenspiel der Kinder um Marie Thérese Klein stand im Mittelpunkt der Feier des Bürgerheims St. Kunigund. Die „Mooshamer Sänger“ stimmten weihnachtliche Weisen an und die „ehrenamtlichen Damen“ motivierten die Senioren im großen Saal zum Mitsingen. 134 ältere Mitbürger leben im Seniorenheim. Ein Großteil füllte den Saal zur Weihnachtsfeier, wo sie aus der hauseigenen Küche mit Plätzchen und Abendessen bedient wurden.

Über die kommenden Feiertage, teilte Evelin Maier von der „Sozialen Begleitung“ mit, bekommen die Senioren Besuch von den Angehörigen – zumindest die meisten.

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