Wasserburg – „Aufgmirkt! Mia schiaß’n oberbayerisch“, lautete die Ansage von Wolfgang Schmid, der in seinen Maronibraterstiefeln auf der Eislaufbahn in der Herrengasse auf und ab lief, energisch fuchtelte und den 28-köpfigen Haufen an Teilnehmern in zwei Moarschaften einteilte: die CSU-Stadträte und Kandidaten sowie die Wasserburger Bürger.
CSU gewinnt mit
4:1 nach drei Kehren
Zum Glück war es nur ein Gaudi-Turnier. Denn am Ende des Abends musste CSU-Vorsitzender Schmid feststellen: „Die CSU hat deutlich gewonnen mit 4:1. Obwohl wir genauso schlecht waren wie die anderen. Das Niveau hatte eine beklagenswerte Qualität.“ Immerhin musste er bei dieser Betrachtung lachen. „Es war a Gaudi-Schiaßn und gut besucht. Lustig war‘s a. Mehr wollten wir gar nicht.“
Regeln galten wie beim Wuidschiaßn: Mit allen Stöcken in eine Richtung, es gibt nur eine Daube, drei Kehren und jeder Stock zählt. „Schwarze Brüder und Schwestern, ihr habt die Stöcke mit den rosa Bandln“, wies Schmid an.
Wolfgang Schmid:
„Das Eis war zach“
Landratskandidat Otto Lederer machte den Moar der CSU, Ilse Aigner, die sich verspätet hatte, führte die „Wasserburger Bürger“ an. Als sie nicht eintraf, sagte Schmid, „ohne Präsidentin habt‘s ihr koan Moar“.
Zum Glück kam sie und hatte gute Laune im Gepäck. CSU-Bürgermeisterkandidatin Heike Maas gönnte der Landtagspräsidentin noch ein kleines Warm-up.
Der Stock, den man Aigner zunächst in die Hand drückte, war nix Gscheits. „Des war a uralter mit ner grünen Platte. Als sie einen anderen bekam, war sie gar nicht mal so schlecht“, lautete Schmids Urteil. „Des Eis war aber auch zach.“
Das merkte man. Der ein oder andere Stock „verhungerte“ unterm Rutschen.
Aigner stellte sich an die Daube und ermunterte die „Wasserburger Bürger“, unter denen auch Edith Stürmlinger und Lorenz Huber (Stadträte Bürgerforum) mitschossen, auf sie zu zielen. Sie fieberte mit, schrie den schlitternden Stöcken zu „kimm, kimm, geht scho no“ und hüpfte beherzt beiseite, wenn einer mal mit zu viel Schwung daher kam.
Nachdem Aigner sich zu „Jetzt red i“ in die Badria-Halle verabschiedet hatte, schoss Lederer mit dem Rest der Truppe noch bis 21 Uhr munter weiter. „Der kann‘s wirklich“, zeigte sich Schmid begeistert.