Amerang – Die Finanzplanung der Kommune bis ins Jahr 2023 stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Amerang.
In der Planung seien nur Maßnahmen berücksichtigt, für die schon konkrete Kostenschätzungen vorliegen, betonte Kämmerer Anton Görgmayr. Enthalten ist der Eigenanteil der Gemeinde für den Breitbandausbau von 550000 Euro für 2021, weitere 385000 Euro für die Dorferneuerung und 100000 Euro für die Oberflächenentwässerung in Evenhausen. Da für den Finanzplanungszeitraum mit Einnahmen aus der Veräußerung von Wohnbaugrundstücken in Millionenhöhe kalkuliert wurde, könne man eigentlich mit gut sieben Millionen Euro Rücklagen Ende 2023 rechnen, so Görgmayr.
Allerdings präsentierte der Kämmerer den Gemeinderäten gleichzeitig eine ganze Liste von Projekten, die anstehen und bereits in der Diskussion sind: die Neuerrichtung der Kindertagesstätte St. Rupert Amerang, der Ameranger Anteil eines unter Umständen erforderlichen Neubaus der Mittelschule Eiselfing, die Spange zur Staatsstraße und die Erschließung der Baugebiete Kirchensur und Kammer. Daher werde die Rücklage wahrscheinlich real nicht die für 2023 ausgewiesenen sieben Millionen Euro betragen, erläuterte Görgmayr.
Andererseits sei in dem Zeitraum keine Neuverschuldung vorgesehen; vielmehr könne Amerang den Schuldenstand kontinuierlich abbauen, so dass er von 3,2 Millionen Euro Ende 2019 voraussichtlich auf 2,25 Millionen Euro Ende 2023 sinken werde.
Gemeinderat Rupert Rußwurm (CSU) schlug vor, dass in der Finanzplanung bereits ein Ansatz für den Bau der Spange zur Staatsstraße vorgesehen wird, sodass sich der jetzt für Ende 2023 ausgewiesene Rücklagenstand noch reduzieren wird. igr