Wasserburg – Als „historisches Ereignis“ bezeichnete eingangs die Versammlungsleiterin Christine Mehlo-Plath vom Kreisvorstand die Aufstellungsversammlung der ÖDP in Wasserburg. Denn nach der Zulassungshürde wird es zum ersten Mal eine ÖDP-Stadtratsliste geben. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Ludwig Maier übernahm die Rolle als Wahlleiter.
Der Erstplatzierte, Christian Flemisch, sagte zu seinen Zielen für Wasserburg: „Ich möchte, dass der Klima- und Artenschutz in Wasserburg konsequent umgesetzt wird. Dabei möchte ich alle Wasserburger mitnehmen. Es sollen regelmäßige Vorträge und Workshops stattfinden, um die Bürger bei dieser notwendigen Veränderung zu begleiten. Denn Umwelt- und Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe und nicht nur Aufgabe der Stadt. Weitere Blühflächen für Insekten sind im Stadtgebiet zu schaffen.“ Der Spitzenkandidat Christian Flemisch ist Lehrer und freiberuflicher Dozent. Er ist in Wasserburg aufgewachsen und Beisitzer im ÖDP-Kreisvorstand, Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Konrad und Neumitglied im Bund Naturschutz. Er bekräftigte sein Ziel, die elektrifizierte S-Bahn als Kulturgut bis in die Altstadt zu führen.
Auf Platz zwei kam Stefan Deuschl, der als Betriebswirt von der Politik der ÖDP überzeugt ist. Auch Edith Horender, Rentnerin, die als parteilose Kandidatin auf Platz drei gewählt wurde, will sich für die Altstadtbahn und für die Beendigung des Ladensterbens in der Altstadt einsetzen. Potenzial sieht sie für den Tourismus und die Erweiterung des kulturellen Angebots. Der Arten- und Naturschutz liegt Gärtnermeister Andreas Rauch besonders am Herzen. Sebastian Otter ist besonders wichtig, den Flair der Stadt zu erhalten. Er sprach sich für ein Durchfahrtsverbot durch die Altstadt ab dem Roten Turm aus. Kai Hausmann wünscht sich mehr familienfreundliche Angebote. Anja Garlik und die aktiven Bund-Naturschutz-Mitglieder Alois Schrems und Simone Schrems wollen ihren Beitrag für mehr Umwelt- und Artenschutz leisten.
Es müssen mindestens 180 Unterstützerunterschriften gesammelt werden, bevor die Wahlliste zugelassen werden kann, hieß es in der Versammlung. Interessenten – wahlberechtigte Bürger der Stadt – werden gebeten, nach Weihnachten bis zum 3. Februar im Bürgerbüro zu unterschreiben.