„Vom Weiler bis zum Hauptort“

von Redaktion

UWE Eiselfing: Unabhängige Wähler treten gemeinsam an und stellen Liste auf

Eiselfing – Im wahrsten Sinne des Wortes eine Wählervereinigung ist die UWE in Eiselfing. Denn hervorgegangen ist diese parteiunabhängige Wahlliste aus dem Zusammenschluss der bisherigen ULGE (Unabhängige Liste der Gemeinde Eiselfing) und der FWG (Freie Wähler Gemeinschaft). „Der Zusammenschluss der beiden Wählergruppierungen muss Freude und Motivation sein“, sagte einer der Anwesenden zu diesem Vorgang. Vorsitzender der UWE ist Josef Wagner (bisher FWG) aus Alt-Eiselfing. „Die UWE sieht sich als Wählervereinigung für alle Ortsteile, vom kleinen Weiler bis zum Hauptort. Und sie möchte besonders die vor vielen Jahren noch eigenständigen Gemeinden, die dann bei der Gebietsreform zur Großgemeinde Eiselfing zusammengeschlossen wurden, repräsentieren“, sagte der Vorsitzende bei seiner Begrüßung zur Aufstellungsversammlung.

Zum Versammlungsleiter wurde in einer ersten offenen Abstimmung aller Anwesenden, das sieht die Satzung der UWE ausdrücklich so vor, Lorenz Dirnecker gewählt. Für die zu vergebenden 16 Plätze im neu zu wählenden Gemeinderat ist es der UWE gelungen, auch 16 Kandidaten aufstellen zu können. Der zweite Platz auf der Liste war entsprechend der eigenen Statuten für eine Frau reserviert.

Ortsverbundenheit besonders in den Vordergrund gestellt

Bei der Vorstellungsrunde der Kandidatinnen und Kandidaten wurde die Ortsverbundenheit besonders in den Vordergrund gestellt. Mehrfach wurde zum Beispiel auf eine engagierte Vereinszugehörigkeit hingewiesen. Denn gerade das ehrenamtliche Einbringen in den vielen unterschiedlichen Vereinen der Gemeinde sei eine Voraussetzung für das funktionierende soziale Netzwerk der Bürgerschaft, wie mehrfach betont wurde. Das Interesse am sozialen Leben und kurze Entscheidungswege wurde bei der Vorstellungsrunde ebenso als Auftrag genannt wie der Hinweis, dass „Parteifreiheit die Freiheit der kommunalen Entscheidung ist“. Dabei müsse das Potenzial beruflicher Tätigkeiten in Handwerk und Gewerbe unterstützt werden, um damit die Standortsicherheit und weiterhin örtliche Ausbildungsplätze anbieten zu können.

Im Weiteren will die UWE auch eine Stimme für die Bäuerinnen und Bauern in der Gemeinde sein. Thema bei der Vorstellungsrunde war auch eine notwendige und nachhaltige Standortgarantie für die Grund- und die Mittelschule. Und einer der Listenkandidaten meinte auch „für mich ist die Südumgehungsstraße der Stadt Wasserburg weiterhin aktuell. Da will ich auch dass drangeblieben und ich glaube nicht, dass da nichts mehr geht“.

Nach dem der Versammlungsleiter in einem offenen Verfahren das Votum für den Vorgang einer Blockabstimmung über die Wahlliste erhielt, wurde darüber in geheimer Wahl entschieden. Einstimmig wurde die Liste mit den Kandidaten und den jeweiligen Listenplätzen wie vorgelegt genehmigt. Nach Meinung von Lorenz Dirnecker „eine gut durchmischte Liste, quer durch alle Berufe, alle Gemeindeteile und durch alle Altersgruppen“. Josef Wagner und als sein Stellvertreter Rupert Reininger wurden zu Beauftragten des Wahlvorschlages gewählt, die in dieser Funktion nun die Liste beim Wahlleiter der Gemeinde einreichen werden.

Die Kandidatenliste der UWE:

1. Rupert Reininger, 48, Landwirtschaftsmeister, 2, Claudia Fichter, 46, Steuerberaterin, 3. Manfred Bierwirth, 50, Maurermeister, 4. Manuel Latein, 33, Zimmerermeister, 5. Josef Wagner, 40, Buchhalter, 6. Matthias Stemmer, 31, Bauingenieur, 7. Georg Lichtmannegger, 40, Prüfingenieur, 8. Irmgard Inninger, 53, Hauswirtschaftsmeisterin, 9. Dr. Klaus Röttger, 55, Physiker, 10. Bartholomäus Kronast, 40, Bio-Landwirt, 11. Konrad Fischer, 48, Zimmerermeister, 12. Monika Fichter, 42, Lehrerin, 13. Raphael Brenninger, 24, Student, 14. Josef Pauker, 56, Lagerhausleiter, 15. Thomas Aringer, 44, Betriebswirt, 16. Elisabeth König, 56, Postbeamtin.

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