Albaching – Wie in den vorhergehenden Sitzungen tauchte der Breitbandausbau nun erneut als Tagesordnungspunkt bei den „Bekanntgaben und Anfragen“ in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auf.
Sieben Kilometer schon verbaut
In groben Zügen umriss Bürgermeister Franz Sanftl (GWA) die aktuelle Situation. Ein genauer Ablaufplan liege nicht vor, heuer sei aber mit weiteren Arbeiten nicht mehr zu rechnen.
Etwa Mitte Januar würden diese wieder aufgenommen. Ein Vertreter der beauftragten Baufirma habe sich in einem Schreiben geäußert. Demnach hänge es derzeit „hauptsächlich an den unterschriebenen Wegesicherungen“, die laut Landratsamt unterwegs seien. In puncto „Bauzeit“ beruhigte er die Gemeinde : Fünf Kilometer sollte die Firma in diesem Jahr „anproduzieren“ und habe jetzt bereits knapp sieben Kilometer gebaut, sodass seiner Meinung nach „das Soll für 2019 erfüllt“ sei.
Eine Bremse bei den Arbeiten zum Breitbandausbau sei das „Trenching“ (ein Frästechnik-Verfahren zur Verlegung von Rohren für Glasfaserleitungen). Ursprünglich habe die Gemeinde dieser Technik zugestimmt, „vor Baustart allerdings zurückgezogen“. Er schlug in seinem Schreiben ein Treffen vor, um das Thema zu besprechen. „Leider geht die politische Entscheidung, dieses fragwürdige Verfahren zu fördern, nicht an uns vorüber“, bedauerte er.
Droht der Trasse eine Zerstückelung?
Daher müsse man „einen Weg finden, Teilstrecken in diesem Verfahren zu realisieren, ohne technische Abstriche zu machen“. Lehne man dies ab, bestelle die Telekom „eine fremde Firma, und wir bekommen eine Zerstückelung der Trassen im Gemeindegebiet“. Als Tiefbaufirma sei man „wirklich bestrebt, keine kurzsichtige Billiglösung durchzuführen“, sondern favorisiere vielmehr „ein technisch vertretbares Verfahren“.
Mit den derzeit auf dem Markt vertretenen Verfahren ist die Firma nicht einverstanden, stellte der Firmenvertreter in seinem Schreiben fest. Der Bürgermeister bestätigte, dass es Gespräche bezüglich des Trenching-Verfahrens gegeben habe, aber er sei „nicht so begeistert“ gewesen.
Der grobe Zeitplan sehe vor, dass bis Ende Juni die Glasfaserkabel „eingeblasen“ werden und bis Ende September das schnelle Internet in Albaching laufen sollte. „Sie haben schon noch was vor sich, es ist nicht gerade wenig“, schloss er seine Ausführungen im Hinblick auf das Arbeitsvolumen der beauftragten Tiefbaufirma.