„Landwirtschaft braucht Unterstützung“

von Redaktion

Nominierungsversammlung: Die CSU stellt sich mit einer eigenen Parteiliste zur Wahl

Eiselfing – Zur Mitgliederversammlung mit der Nominierung der Gemeinderatskandidaten hatte der Eiselfinger Ortsvorsitzende Johann Herzog eingeladen. Und da die Einladung auch an die Öffentlichkeit gerichtet war, kamen dann auch einige Bürger aus dem Gemeindebereich dazu. Stimmberechtigt bei den verschiedenen Wahlvorgängen waren allerdings nur die Parteimitglieder.

Am Anfang seines Berichtes aus der vergangenen Wahlperiode im Eiselfinger Gemeinderat hob er besonders die „sehr gute, sachlich geprägte und ideologiefreie Zusammenarbeit“ mit Bürgermeister Georg Reinthaler hervor. Johann Herzog, Zweiter Bürgermeister, berichtete von vielen Gesprächen, die klar „umsetzungsorientiert“ waren und bei denen deutlich immer das „was kommt für die Gemeinde dabei heraus“ im Fokus stand. Die Frage, ob Johann Herzog selbst wieder als Zweiter Bürgermeister weiter zur Verfügung stehen würde, beantwortete er mit dem Hinweis auf die neuen Konstellationen im Gemeinderat. „Schließlich“ so Herzog „stehen im neuen Rat dann 16 Sitze zur Aufteilung unter nur noch drei Wahllisten. Da muss man zuerst sehen, was dabei dann raus kommt und möglich wird“.

In Bezug auf die eigene Parteiliste der CSU war dem Ortsvorsitzenden wichtig darauf hinzuweisen, dass auch eine Parteimitgliedschaft in der kommunalen Politik unabhängige Entscheidungen ermöglicht. „Das war auch gerade in den letzten sechs Jahren so, dass häufig quer durch alle Fraktionen gute und wichtige Entscheidungen getroffen wurden“. Bei Mitgliedern einer Partei wisse man halt, von welcher politischen Grundhaltung der Bewerber herkommt, „woraus er sich entwickelt hat“.

Verkehrssituation
im Fokus

In seinem Rückblick, der in vielen genannten Punkten zugleich die Fortsetzung von Projekten beinhaltete, somit auch der Blick in die kommenden Jahre war, nannte Johann Herzog die oft prekäre Verkehrssituation und der „hoffentlichen Verminderung der Problematik innerorts durch den Bau des Kreisels“. Hingewiesen wurde dabei auf die geplanten „aber recht teuren“ Investitionen in die Ortsstraßen. „Da muss eine Gemeinde wie Eiselfing manchmal auch abwägen, was wichtiger ist: Schlaglöcher reparieren oder in den Kindergarten zu investieren. Und auch die Schulsanierung kommt noch mit dazu“. Hier müsse aber auch noch abgewartet werden, wie die anderen Mitgliedsgemeinden des Mittelschulverbandes darüber entscheiden werden und was sie bereit sind, da auch mitzuzahlen.

Beim Radwegebau innerhalb der Gemeinde sieht Johann Herzog auch den Flächenverbrauch. „Manchmal soll man schon darüber nachdenken, ob ein Radweg unbedingt neben einer Staats- oder Kreisstraße verlaufen muss, wenn auch ein naher Feldweg zur Verfügung stehen könnte“. Auch im Rahmen des noch zu schaffenden Gewerbegebietes sah der Ortsvorsitzende der CSU den Flächenverbrauch. Der aber hier in einem geregelten Rahmen auch notwendig ist. „Die Betriebe dürfen wir da in der Unterstützung nicht vergessen“. Im Rahmen des Umwelt- und Naturschutzes sieht Johann Herzog die örtliche Landwirtschaft als Partner, nicht als alleinige Verursacher. „Die Bauern schaffen und bearbeiten nach sinnvollen Kriterien ihr Land und schaffen dort, wo es möglich ist, schon immer eine nachhaltige Kulturlandschaft“.

Für Johann Herzog ist mit dem Blick in die Zukunft die gesamte Gemeinde Eiselfing ein attraktiver Wohn- und Lebensort. „Mit Flächen vorsichtig umgehen, bei den Verdichtungen aufpassen, dass parkende Autos den sozialen Räumen den Platz nicht wegnehmen und den älteren Generationen noch Gestaltungs- und Unterstützungsräume lassen“. Hier sind seiner Meinung nach gerade die vielen engagierten Ortsvereine „vorbildlich und beispielhaft“.

Was die Finanzen der Gemeinde anbetrifft, habe Herzog und seine örtliche CSU eine klare Vorstellung. „Die Gemeinde muss nicht schuldenfrei sein, wie das manche größere Gemeinden meinen. Was für die Bürgerschaft notwendig ist, muss gemacht werden!“.

Die anschließenden Wahlvorgänge, die in diesem Falle in den Parteisatzungen geregelt sind, wurden von Alt-Bürgermeister Rupert Oberhuber souverän geleitet. Er oder Franz Freiberger als sein Stellvertreter werden als Beauftragte die Unterlagen im Gemeindeamt nun vorlegen.

Die Kandidatenliste der CSU

1. Johann Herzog, 52, Landwirtschaftlicher Steuersachbearbeiter, 2. Sebastian Pauker, 42, Bauingenieur, 3. Stefan Reininger, 41, Technischer Angestellter, 4. Josef Hintermeier, 53, Maurermeister, Bauunternehmer, 5. Michael Maier, 38, Unternehmer, 6. Franz Dirnecker, 57, Landwirt, 7. Peter Oberhuber, 37, Agrarbetriebswirt, Landwirt, 8. Maxi Raab, 25, Wirtschaftsingenieur, 9. Hermann Wagner, 59, Elektrotechniker, 10. Georg Gießibl, 52, Beamter im Justizvollzugsdienst, 11. Rupert Hanslmeier, 25, Karosserie-Fahrzeugbaumeister, 12. Helmut Pscherer, 74, Rentner, 13. Jochen Bruch, 83, Rentner, 14. Julia Baumann, 40, Steuerfachwirtin, 15. Martin Herzog, 22, Student.

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