„Substanz mit toxisch-irritativer Wirkung“

von Redaktion

Hautausschläge an Mittelschule: Erkenntnis eines Experten des Umweltbundesamtes

Wasserburg – Es gibt neue Erkenntnisse zu den an der Mittelschule aufgetretenen Hautirritationen bei Schülern der sechsten Klassen. Die vom Gesundheitsamt Rosenheim eingeschalteten Fachbehörden sind nach Angaben des Landratsamts einhellig der Meinung, dass als Grund „am ehesten eine schwerflüchtige Substanz mit toxisch-irritativer beziehungsweise allergisierender Wirkung“ in Frage kommt. Diese habe sich wahrscheinlich auf den Flächen in den Klassenzimmern niedergeschlagen. Von dort könne sie über Handkontakt zu den Beschwerden bei den Schülern geführt haben. So die Stellungnahme eines vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Es hatte einen ausgewiesenen Experten für Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt eingeschaltet. Um welche Substanz es sich handeln könnte und auf welchem Wege sie in das Gebäude gekommen ist, ist nach wie vor offen, teilt das Landratsamt auf Anfrage der Wasserburger Zeitung mit.

Robert Mayerhofer, Leiter des Liegenschaftsamtes im Wasserburger Rathaus, erhofft sich weitere Erkenntnisse von einem Allergietest, der Anfang dieser Woche bei einem Mädchen gemacht wurde, das mit Hautausschlägen reagiert hatte. „Wir wollen genau wissen, was die Ursache war und welche Substanz dahinter steckt“, bleibt Mayerhofer am Ball.

Grundreinigung aller
Flächen in den zwei
Klassen empfohlen

Die Wandfarbe, mit der etwa sieben Wochen vor Beginn der Symptomatik mehrere Klassenzimmer gestrichen worden waren, scheidet nach Ansicht der Experten als Ursache „eher aus“, so das Landratsamt Rosenheim. Die Fachleute haben jetzt empfohlen, das aktuell nach den Weihnachtsferien betroffene Klassenzimmer zu sperren und in beiden Klassenzimmern (schon vor Weihnachten war in einem weiteren Raum ein Vorfall aufgetreten) eine intensive Grundreinigung aller Flächen durchzuführen. Danach spreche nichts dagegen, die Zimmer wieder zu nutzen, so das Landratsamt. Dieses Vorgehen sei mit der Leitung der Mittelschule besprochen worden und werde jetzt konsequent umgesetzt.

Robert Mayerhofer, Leiter des Liegenschaftsamtes im Rathaus, erhofft sich weitere Erkenntnisse von einem Allergietest, der bei einem Mädchen gemacht wurde. Es hatte nach den Weihnachtsferien mit Hautausschlägen reagiert.

Bereits kurz vor den Ferien war es, wie berichtet, bei Schülern zweier sechster Klassen an der Mittelschule in Wasserburg zu einer Häufung von Symptomen mit Juckreiz und Hautausschlag gekommen. Atemwegsallergische Reaktionen traten dabei nach Angaben des Gesundheitsamtes nicht auf. Die Hautsymptome klangen nach dem Duschen und nach dem Kleidungswechsel wieder spontan ab. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Rosenheim waren vor Ort und befragten die betroffenen Schüler, das Lehrpersonal und den Hausmeister im Rahmen der Quellensuche.

Bis zur Klärung der Ursache wurde die Schule gebeten, als Sofortmaßnahme über die Weihnachtsferien die betroffenen Klassenzimmer regelmäßig und ausreichend zu lüften. Da nach den Ferien erneut zwei Fälle in einer der beiden sechsten Klasse aufgetreten waren, hatte das Gesundheitsamt Rosenheim umgehend Kontakt mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aufgenommen.

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