Wasserburg – „Kwaziwai“ und „Salibonáni“ (Bantusprache) oder einfach „Hallo“ heißt es am Freitag um 19 Uhr in der evangelischen Christuskirche. Begrüßt und eingeladen fühlen sollten sich alle, die an einen besonderen ökumenischen Gottesdienst am diesjährigen Weltgebetstag teilnehmen wollen. Der weltweit einheitliche Grundablauf stammt heuer von Frauen aus Simbabwe. Zuständig für die Organisation vor Ort ist diesmal Erika Möller mit ihrem ökumenisch zusammengesetzten Team. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst von Fox Musica unter der Leitung von Horst Maier.
Dieser Gebetstag findet alljährlich am ersten Freitag im März in mehr als 120 Ländern rund um den Globus statt. Die gemeinsame thematische Vorlage hierzu wird in jedem Jahr seit 1927 von Frauen aus wechselnden Ländern verfasst, diesmal stammen die Vorlagen aus Simbabwe.
Um für mehr Verständnis für Probleme im jeweiligen Land zu werben, werden an diesem Tag zahlreiche Informationen, vor allem zur Situation der dort lebenden Frauen, angeboten. Über mehrere Jahre hinweg wurden die Texte vorbereitet – sie mussten der politischen Führung des Landes mehrfach vorgelegt werden.
Die beabsichtigten politischen Botschaften der Frauen mussten wegen der Verhältnisse im Lande deshalb oft zwischen die Zeilen gepackt werden. Die Frage „Willst du gesund werden?“ und das damit verbundene Motto des Weltgebetstages „Steh auf und geh!“ sind deshalb durchaus als Aufforderung an alle unterdrückten Frauen zu verstehen, sich nicht alles gefallen zu lassen und selbst aktiv an positiven Veränderungen mitzuwirken.
Ziel dieser weltumspannenden, von den unterschiedlichsten Konfessionen getragenen Gebeten ist vor allem, weltweite Frauenprojekte zur Selbsthilfe mit Kollekten und Spenden anzu-stoßen und zu unterstützen, bis sie sich selbst tragen können.
Mit einer besonderen Unterschriftenaktion soll heuer aber auch dafür geworben werden, dass Deutschland auf einen Teil der Schuldenrückzahlung aus Simbabwe verzichtet und das Geld dafür in die Förderung von Frauen und Gesundheitsprogrammen in Simbabwe fließen lässt.
In Wasserburg erwartet die Besucher ein besonders dekorierter Altarraum in der Christuskirche. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es im Gemeindehaus landestypische Speisen aus Simbabwe. Auch Männer sind gerne gesehen.kr