Nachruf

von Redaktion

Maitenbeth – Frieda Strasser wurde am Donnerstag, 27. Februar 1930, geboren und ist am Donnerstag, 27. Feburar, am Tag ihres 90. Geburtstag verstorben. Sie wurde von einer großen Trauergemeinde zu ihrer letzten Ruhestätte im Maitenbether Kirchenfriedhof begleitet. Den Seelengottesdienst zelebrierte Pfarrer Marek Kalinka, gesanglich würdevoll umrahmt von Rosa Obermaier.

Frieda Strasser war das jüngste Kind von Justine und Kaspar Schrank und ist mit sieben Geschwistern auf dem elterlichen „Messerschmied-Anwesen“ in Kreuz aufgewachsen.

Nach ihrer Schulzeit verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt im Haushalt bei verschiedenen Landwirten, bei der Waldarbeit und beim ortsansässigen Schuster Beis. Später arbeitete sie bei der Firma Heitner in Hohenlinden. Auch noch im Rentenalter war Frieda Strasser bei der Firma Unterhaslberger bei Busfahrten als Begleitperson für behinderte Kinder tätig.

Beim Tanzen in Albaching lernte sie ihren Ehemann Ludwig Strasser kennen. Im April 1953 haben sie geheiratet und gemeinsam das elterliche Anwesen in Kreuz übernommen.

Sie hat sechs Kindern das Leben geschenkt, von denen Tochter Sieglinde kurz nach der Geburt verstorben ist. Liebevoll kümmerte sie sich um ihre Kinder und später auch um ihre neun Enkel und 15 Urenkel und genoss es immer sehr, die Zeit mit ihnen zu verbringen.

Ihre große Leidenschaft war immer das Stricken. Solange es ihr gesundheitlich möglich war, versorgte sie die ganze Familie zu Weihnachten, aber auch an Geburtstagen und zu besonderen Anlässen mit selbst gestrickten Socken. Leider konnte sie ihr geliebtes Hobby wegen der nachlassenden Sehkraft zuletzt nicht mehr ausüben. Trotzdem verpasste sie nur ungern ihre Lieblingssendungen im Fernsehen, die „Lindenstraße“ sowie „Dahoam ist Dahoam“. Ganz euphorisch verfolgte sie immer Fußballspiele des FC Bayern München und nahm gerne an den regelmäßig stattfindenden Seniorennachmittagen im Pfarrheim teil.

Kurz nach der diamantenen Hochzeit im September 2013 verstarb ihr Mann Ludwig und Frieda lebte seitdem allein und zurückgezogen in ihrem Haus. Obwohl sie oft Besuch bekam und sich um ihre beiden Söhne kümmern konnte, machte ihr das Alleinsein doch sehr zu schaffen.

Im November 2018 stürzte sie zu Hause, zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und musste länger ins Krankenhaus und anschließend auf eine Reha gehen. Bis dahin konnte sie ihren Haushalt vollkommen eigenständig erledigen, aber danach ging es gesundheitlich immer weiter bergab mit ihr und im August 2019 kam sie dann ins Pflegeheim nach Haag, wo sie nun auch verstorben ist. rl

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