Haag – Ein kleines Häuflein Haager Bürger sammelte sich am Wahlabend an der alten Turnhalle am Marktberg, wo „Carmens Stand“ zu den aktuellen Ergebnissen auf Großleinwand heiße Würstchen und kalte Getränke servierte.
Mit Interesse verfolgten die Gäste im „Graf Ladislaus“ das Abschneiden der Bürgermeister- und Gemeinderatskandidaten auf dem Bildschirm.
Fred Schweiger freute sich: „Das ist schön, dass die Leute starkes Interesse an der Wahl gezeigt haben und eifrig diskutierten.“ Josef Hederer hatte nach seinem Ausscheiden als Stichwahlkandidat mehrere Anfragen zu Wahlempfehlungen, die er auf Anhieb unbeantwortet ließ. Auch der Zeitung wollte er keinen Wahltipp verraten. Aufbruchsstimmung herrschte im „Caminetto“ zur internen Wahlnacht der CSU zumindest im Hinblick auf die Bürgermeisterkandidaten. Stefan Högenauer kommentierte: „Wir sind froh, dass wir die Stichwahl geschafft haben.“
Bernd Furch war etwas frustriert über den Gesamtverlauf der Ergebnisse. Er fasste als nächstes Ziel ins Auge: „Jetzt gehen wir nach vorne, wir bekommen wieder einen CSU-Bürgermeister.“ Thomas Eberharter aus Winden war zum ersten Mal als Kandidat angetreten und schaffte auf Anhieb den Gemeinderatssitz. Das lange Warten auf die Ergebnisse ging ihm auf die Nerven. Letztendlich sah er seine eigene Prognose bestätigt: „Ich habe schon damit gerechnet, dass ich hineinkomme.“
Oberndorf und Winden seien jetzt im Gemeinderat gut vertreten. Es habe sich wiederum bewiesen, dass Kommunalwahlen Persönlichkeitswahlen sind. Da mache sich sein Einsatz für die Vereine erkennbar.
Einige Gedanken waren den kommenden zusätzlichen zwei Wahlkampfwochen vor der Stichwahl gewidmet, dann löste sich die Gesellschaft kurz nach Mitternacht, als die Gesamtergebnisse auf dem Bildschirm standen, auf.