Erst Jubel, dann Enttäuschung: Die SPD erlebte in der Nacht nach der Kommunalwahl ein Wechselbad der Gefühle. Sie stellt zwar erneut den Bürgermeister, muss jedoch den Verlust von zwei Sitzen im Stadtrat hinnehmen.
Es liege nicht daran, dass auf den vordersten Plätzen der Liste vor allem langjährige Stadtratsmitglieder jenseits der 50 kandidiert haben, ist Fraktionsvorsitzender Wolfgang Janeczka überzeugt. Er sieht die Schuld in der Bundes- und Landespolitik, in der die Sozialdemokraten seit Jahren schwer zu kämpfen haben.
Darunter hat Bürgermeister Michael Kölbl jedoch nicht gelitten, auf ihn färbt die Krise der Sozialdemokraten nicht ab. Kölbl hat viel geleistet in den vergangenen 18 Jahren, das hat der Wähler anscheinend honoriert.
Wie kann es dann sein, dass die Leistungen von erfahrenen SPD-Stadträten wie Stadtwerkereferentin Dr. Christine Mayerhofer, Marlene Hof-Hippke und Peter Stenger nicht so wahrgenommen wurden? Denn auch sie haben hart gearbeitet für das Wohl der Stadt. Es scheint, als habe die SPD als Partei auch in Wasserburg ein Problem mit ihrer Außenwirkung.