Wasserburg – Stadtpfarrer Dr. Paul Schinagl und die engsten Angehörigen verabschiedeten die 94-jährige Gertrud Hällmayr mit einer Trauerfeier in der Trauerhalle am Herder. Anschließend fand die Urnenbeisetzung am dortigen Friedhof statt.
Gertrud Hällmayr kam 1925 in München zur Welt. Zwei Jahre später zog sie mit ihren Eltern nach Wasserburg, wo Fanny und Xaver Hällmayr in der Herrengasse eine Lederhandlung betrieben. Nach fünf Jahren Volksschule, drei Jahren Oberschule und einem Jahr Haushaltsschule übte Gertraud in den Kriegs- und Nachkriegsjahren verschiedene Tätigkeiten aus, bis sie 1952 heiratete. Im selben Jahr wurde auch ihre Tochter geboren. Nach der Trennung von ihrem Ehemann machte sie in der Zeit von 1963 bis 1964 eine Ausbildung als Altenpflegerin. Anschließend arbeitete sie in verschiedenen Münchner Altenheimen. Nach erfolgreicher Weiterbildung als Krankenpflegerin fand sie ab 1970 eine Anstellung im Krankenhaus Gauting. Hier arbeitete sie, bis sie 1985 mit 60 Jahren in den Ruhestand ging.
Gertraud Hällmayr hatte im Jahr 1983 ein Haus im oberen Burgerfeld in Wasserburg erstanden, das sie bis zum Umzug 2001 in den Stadler Garten bewohnte. Ein Jahr später wechselte sie in das Caritas Altenheim „St. Konrad“, wo sie nun im Alter von 94 Jahren verstarb.mep