Kirchdorf – Plötzlich und unerwartet starb Frieda Anderka, geborene Zacherl, im Alter von 81 Jahren.
Am 21. April 1939 wurde sie als viertes von fünf Kindern auf dem Urgieblhof in Pyramoos geboren und wuchs dort mit ihren Geschwistern auf. Sie besuchte die Volksschule in Oberndorf und arbeitete anschließend in der elterlichen Landwirtschaft, bevor sie ihre Ausbildung als Köchin am Biederstein in München begann. Viele kamen seither in den Genuss ihrer Kochkünste.
1960 lernte sie ihren künftigen Ehemann Gottfried Anderka kennen und lieben. 1964 bildete sie sich in einer Steuerkanzlei in München weiter und fing 1965 im Büro des Baugeschäfts ihres zukünftigen Mannes als Buchhalterin an. Dort arbeitete sie 33 Jahre, bis zu ihrem Ruhestand. 1966 heiratete sie in der Kirche in Pyramoos. Zwei Jahre später kam Sohn Gottfried und weitere drei Jahre später Sohn Markus zur Welt. Ihnen war sie stets eine gute Mutter. Ihre fünf Enkelkinder Regina, Kilian, Antonia, Ludwig und Christoph waren ihr immer eine große Freude.
Neben der Bürotätigkeit versorgte sie den Haushalt, die Familie und ihren großen und gepflegten Garten.
Auch das Reisen bereitete ihr große Freude. Zusammen mit ihrem Mann kam sie um die ganze Welt, besuchte Japan, Mexiko, Amerika und viele Länder in Europa. Auch eine Kenia-Safari machten die beiden mit. Außerdem waren sie regelmäßig beim Skifahren in den Alpen. Gerne besuchte sie auch Theater und Konzerte, mehrmals war sie mit ihrem Mann in der Oper in Verona. 1983 war sie bei der Fahnenweihe des Schützenvereins Moosham die Fahnenmutter. Lange Jahre war sie im Gartenbauverein Kirchdorf und bis zur Geburt ihrer Kinder auch eine begeisterte Chorsängerin.
1995 zog sie mit ihrem Mann ins neu erbaute Haus, in dem sie bis zu ihrem Tod mit ihm lebte. Als ihr Mann in den 90er-Jahren erkrankte, stand sie ihm treu und mit liebevoller Fürsorge zur Seite. Im Januar 2018 hatte sie einen Autounfall, von dem sie sich wieder gut erholte. Die Fahnen des Schützenvereins Moosham und der Katholischen Frauengruppe Oberndorf begleiteten Frieda Anderka auf ihrem letzten Weg.wik