Wenn der Wald zum Spielplatz wird

von Redaktion

Im kommenden September kann der Waldkindergarten in Amerang offiziell starten

Amerang – Schon seit vielen Jahren begeben sich die Kinder vom „Haus für Kinder Amerang“ einmal wöchentlich in den Wald. Dort finden sie verschiedenste Spielbereiche und unzählige Abenteuer.

Eingebunden in die Vorgaben der Natur bietet sich den Kindern eine Fülle an Spielmaterialien, die die Sinneswahrnehmung schärfen und die Kreativität anregen. „Was zunächst nicht als abwechslungs- und lehrreiches Spiel erscheinen mag, ist genau das“, sagt die Leiterin des Ameranger Kinderhauses, Claudia Golder. Nirgends sonst könnten die Kinder so frei und ungebunden spielen wie in der Natur. „Das ist so wie ich früher gespielt habe und auch unsere Kinder haben hier eine Mordsgaudi“, ergänzt Erzieherin Vroni Meisl.

Der Alltag im Waldkindergarten ist geprägt von einer festen Struktur mit Bringzeit, Morgenkreis, gemeinsamem Spiel und organisierten Angeboten und Projekten.

Gestartet als eintägiger Ausflug in die Natur, entwickelte sich das Konzept des Ameranger Hauses für Kinder nun zu einer regelmäßig stattfindenden Waldgruppe als feste Institution.

Schutz und Basis bietet ihr dabei die neue Schutzhütte, die auf einem Areal von rund 1000 Quadratmetern zwischen Asham und Kammer neu errichtet wurde. Ab kommendem September steht sie der Waldgruppe zur Verfügung und beherbergt derzeit bei schlechtem Wetter 14 Kinder. „Möglich wurde das naturnahe Kinderbetreuungsangebot, weil die Kooperation zwischen dem Verantwortlichen des kirchlichen Trägers Pfarrer Reindl und Christian Staber, der Gemeinde und den Wald- und Grundstücksbesitzern, dem Pächter sowie dem zuständigen Förster, den Jägern und Jagdgenossen prima geklappt hat“, berichtet Bürgermeister Konrad Linner bei der Besichtigung des Waldkindergartens.

Die Familie Hilger und der Waldbesitzer Ortholf von Crailsheim seien gleich offen für die langfristige Pachtanfrage der Gemeinde gewesen und auch der Pächter habe einem Grundstückstausch ohne Vorbehalte zugestimmt. Das Grundstück, auf dem die Schutzhütte stehe, sei ideal. Die Erschließung sei gesichert und das Waldstück biete viele Spielplätze mit unterschiedlichem Charakter.

Das Haus für Kinder wird auch darüber hinaus nah an der Natur bleiben. Neben dem Waldkindergarten als ergänzendem pädagogischen Angebot wird der wöchentlich stattfindende Waldtag künftig für alle Kindergartenkinder fester Bestandteil bleiben. Christa Auer

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