„An der Wieskapelle“ als Entlastung?

von Redaktion

Haager Bauausschuss gespalten bei der Frage um die geplante Sanierung

Haag – Die Haager „Wieskapellenstraße“ soll saniert werden. Nur wie und zu welchem Zweck? Eine Frage, die die Mitglieder des Bauausschusses spaltet.

Es ist ein altes Thema: Seit knapp zehn Jahren taucht die Debatte um die Sanierung des einstigen Feld- und Wiesenwegs immer wieder in den Gremien der Gemeinde auf und bleibt doch erfolglos, denn die vier Anlieger würden eine stattliche Beitragssumme tragen.

Pläne sehen eine
Anliegerstraße vor

Vor Kurzem schien es jedoch, als hätte sich eine Lösung gefunden. Josef Schletter, Anwohner der Straße, bot an, die Erschließung, Planung und Kosten der Straßensanierung zu übernehmen. Diesem Vertrag hatte der Haager Bauausschuss einstimmig zugestimmt (wir berichteten). Nun wurden die Pläne konkreter, doch sie stießen auf unterschiedliche Meinungen.

Sechs Meter Breite solle die „Wieskapellenstraße“ nach Meinung der Planer bekommen, davon viereinhalb Meter Asphalt und eineinhalb Meter Pflasterfläche. Sie solle als Anliegerstraße dienen. Eine Idee, die Klaus Breitreiner (CSU) infrage stellte.

Denn die „Wieskapellenstraße“ mit ihrem Verlauf von der Lerchenberger zur Mühldorfer Straße biete sich seiner Meinung nach als Entlastungsstraße für das Nadelöhr an der Haager Eisdiele an und bräuchte deshalb eine Breite von acht Metern.

Das sahen aber nicht alle so. Zum einen, da die Wieskapellenstraße ein Gefälle von zehn Prozent aufweise. Herbert Zeilinger (WfH) erklärte zudem: „Wenn man diese Straße als Entlastungsstraße will, dann muss diese schön breit werden. So wie das jetzt ist, ist das eine Anliegerstraße.“

Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) widersprach Breitreiner ebenfalls. „Eine solche Straße in einem Wohngebiet zu bauen, wäre ein Schildbürgerstreich.“ Eine Entlastungsstraße müsse ihrer Meinung nach Richtung Osten auf die Umgehung führen.

Verbreiterung
auf acht Meter

Stefan Högenauer (CSU) war jedoch nicht überzeugt. „Die Frage ist tatsächlich, was bezwecken wir?“ Derzeit sei die Strecke als Anliegerstraße geplant. Doch die Frage sei, ob dies auch dem entspräche, was die Gemeinde wolle. „Das Thema Erschließungsverkehr ist ein wichtiges Thema“, erklärte Högenauer. „Wenn wir das aber mehr als Erschließungsstraße sehen, brauchen wir einen anderen Querschnitt.“

Breitreiner stellte den Antrag, den Erschließungsträger zu beauftragen, in Verhandlungen mit den Anwohnern zu treten, um zu prüfen, ob die Straße auf acht Meter verbreitert werden kann. Diesem wurde mit sechs zu vier Stimmen zugestimmt.

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