Mit demSchlachtrossin den Ochsenkrieg

von Redaktion

Ferienrätsel (13) Der Haager Georg III. überfiel 1421/22 Dorfen und nahm es ein

Haag/Dorfen – „Die Haager waren eine Kampfes erprobte Raufbande“, schreibt der Dorfener Geschichtsverein auf seiner Homepage. Der sogenannte Ochsenkrieg brachte Tod und Verderben über die Dorfener. Um dieses Thema dreht sich die heutige Rätselfolge.

Der Ochsenkrieg 1421 bis 1422 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Grafschaft Haag unter Georg III. und dem Herzogtum Bayern-Landshut unter Heinrich XVI. in den Jahren 1421 bis 1422.

„Dunkle Zeiten“
für die Menschen
in Dorfen

Von 1420 bis 1422 tobte der Bayerische Krieg zwischen Heinrich von Bayern-Landshut und seinem Cousin Ludwig VII. dem „Gebarteten“ von Bayern-Ingolstadt. Graf Georg III. aus dem Geschlecht der Fraunberger versuchte, dies auszunutzen und mit dem Krieg gegen Heinrich die Macht seiner Grafschaft Haag auszubauen.

Trotz überraschender militärischer Siege gegen den niederbayerischen Herzog brachte ihm dieser Krieg letztlich nichts ein. 1421 stürmte Georg mit seinem Haager Haufen die Burg Giebing und brannte sie nieder. Auch nahm er das befestigte Dorfen ein.

Damals war die Grenze zwischen Haag und Dorfen dort, wo heute die Autobahn verläuft, weiß der Heimathistoriker Rudolf Münch. Er hat 2012 das Buch „Der Ochsenkrieg im Erdinger Raum“ herausgebracht.

Der Historische Kreis Dorfen führt den „Ochsenkrieg“ auf seiner Website unter der Rubrik „Dunkle Zeiten“. Der Markt Dorfen war mit einem doppelten Wassergraben und einem Wall – mit spitzen Holpalisaden dazwischen – bewehrt. Eine Stadtmauer hatte der Markt nicht. Deshalb war Dorfen kein großes Problem für die kampferprobte Raufbande der Haager, so schreibt der Gesichtsverein.

Dorfen habe schwere Verwüstungen erlitten, die eingefallenen Truppen hätten geschändet und gemordet. Die Pfarrkirche auf dem Ruprechtsberg wurde durch ein Feuer stark beschädigt.

Als der Karner (das Gebeinhaus) 1977 in Dorfen umgebaut wurde, kam ein Massengrab mit Knochen und etwa 300 Schädeln zum Vorschein. Die Überreste sollen auf die Verteidiger Dorfens im Jahr 1422 zurückgehen, die ihr Leben ließen. An den Schädeln sind die brachialen Verletzungen zu sehen. Eine Tafel im Karner erinnert daran: „Hier ruhen die Toten der Sebastiani-Bruderschaft, der Armbrust- und Bogenschützen, gefallen bei der Verteidigung Dorfens im Jahr 1422.“ 1422 brannte Graf Georg die Hofmarken Eberspeck und Schrenk bei Erding und mehrere Dutzend niederbayerische Dörfer nieder, ehe er mit seinem gepanzerten Schlachtross im Sumpf des Starzelbach-Mooses versank und von Truppen des Herzogs gefangen genommen wurde. Er wurde erst gegen Zahlung eines Lösegeldes freigelassen.

Wegen militärischer
Aktionen von Kirche
exkommuniziert

Im Zuge des Ochsenkrieges eroberte Georg III. von Fraunberg zahlreiche Dörfer in Niederbayern – wofür der Haager exkommuniziert wurde. Zur Wiederaufnahme in die Kirche beschenkte er das von ihm gestiftete Kloster Ramsau und förderte das Kloster Gars, wo er auch begraben liegt.

Wer sich mit der Geschichte Haags beschäftigt, bekommt den Eindruck: Die Grafschaft war ja dauernd im Krieg. Ihr Motto lautete: „Wer im Krieg will Unglück han, der fang es mit den Haagern an“. Münch hat sich das mal durchgerechnet. „Statistisch gesehen waren die Haager alle …. …. in einen Krieg verwickelt“, so Münch. Wir wollen wissen: Welche zwei Wörter fehlen hier? Wenn Sie es wissen, notieren Sie vom zweiten Wort den dritten Buchstaben in Kästchen 23 und vom ersten Wort den vierten Buchstaben in Kästchen 51. Und den letzten in Kästchen Nummer 37.

Artikel 1 von 11