Ramerberg – Die Senioren-, Jugend- und Behindertenbeauftragten der Gemeinde Ramerberg sollen in Zukunft eine jährliche Aufwandsentschädigung von 150 Euro erhalten. Das beschloss der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen.
Der Antrag, der von den Unabhängigen Wählern Ramerbergs (UWR) eingereicht worden war, hatte ursprünglich eine Entschädigung in Höhe von 200 bis 300 Euro vorgesehen. Rupert Riedl (UWR) betonte jedoch, dass die vorgeschlagene Summe nicht festgelegt sei. Es solle sich um einen „Ausgleich“ handeln, beispielsweise für Tankkosten, die im ehrenamtlichen Einsatz entstehen.
Konrad Fuchs (NRL/FWR) wies darauf hin, dass dieser Ausgleich bereits jetzt pro Fahrt beantragt werden könne. Fabian Tretter (UWR) sah aber Vorteile darin, stattdessen eine Pauschale zu schaffen, wodurch der Arbeitsaufwand geringer ausfalle: „Das erleichtert es der Verwaltung.“
Gegen den Vorschlag war Andreas Ullmann (NRL/ FWR), denn auch andere Gemeinden würden das nicht so handhaben, sondern mit den Beauftragten beispielsweise zum Essen gehen. Auch Petra Hölzle (NRL/FWR), die selbst mehrere Jahre als Behindertenbeauftragte tätig war, sprach sich gegen den Antrag aus. Es sende das falsche Signal, wenn diese Tätigkeit quasi vergütet werde und damit „Geld verdient“ werden könne.
Gemeinderat Bernd Stawiarski (NRL/FWR) verwies jedoch auf die geringe Summe, um die es gehe. „Geld verdienen, finde ich, das ist in diesem Zusammenhang eine falsche Aussage“, sagte er. soh